Kieferorthopädische Behandlungen bewirken oft erhebliche Veränderungen der Positionen im Kiefer und der Gesichtsschädelknochen. Für die Gesamtfunktion des Körpers kann eine Kieferregulierung förderlich sein, aber auch ungewollte Reaktionen hervorrufen. Die kieferorthopädische Maßnahme kann die osteopathische Behandlung unterstützen. Es kann jedoch auch zu Beeinträchtigungen der Funktionen im Kiefer und des gesamten Körpers kommen, wenn der Körper nicht in der Lage ist, die Reize der Kieferregulierung zu integrieren. Wird funktionskieferorthopädisch gearbeitet, beginnt die Behandlung in der zweiten Phase des Wechselgebisses oder bei stärkeren funktionellen Störungen auch kurz davor, also im Alter von neun bis elf Jahren. Eine festsitzende Multibracket-Apparatur (feste Zahnspange) kann erst nach dem Zahnwechsel eingesetzt werden. Dem Osteopathen stehen verschiedene Testverfahren zur Verfügung, um die Einflüsse der Bisslage auf die gesamten Körperfunktionen und dessen Statik zu prüfen. Vor der Anfertigung eines Bissabdrucks, der notwendig ist um eine Zahnspange anzufertigen, sollte dem Kind die Schädelbasis osteopathisch behandelt werden. Nach Einsetzen der Zahnspange muss geprüft werden, ob es die Gesamtfunktion des Körpers optimal unterstützt. Während der Kieferregulierung können verschiedene Symptome auftreten wie z.B. muskuläre Verspannungen, Spannungskopfschmerz, Konzentrationsstörungen, Beinlängendifferenzen, Knie- und Hüftschmerzen, etc. Um dem vorzubeugen, sollte das Kind in größeren Abständen osteopathisch behandelt und begleitet werden. Eine intensive Zusammenarbeit zwischen Osteopath und Kieferorthopäde ist empfehlenswert. Ute Wagner, Praxisgemeinschaft für Osteopathie und Energetisches Heilen
Auszug aus: Kuckuck! Mainz, Wiesbaden vom 04.08.2010
Um einen möglichst breiten Überblick über die Publikationen zum Thema Osteopathie zu vermitteln, stellt der VOD u. a. Auszüge aus Zeitungsberichten und anderen Medien vor. Dies geschieht unzensiert.