Stress und Hektik prägen den Alltag vieler von uns. Dies bemerken wir nicht zuletzt beim Arztbesuch. Volle Wartezimmer, ein Arzt mit knapp bemessener Zeit. Ein tief greifendes Gespräch, eine umfassende Untersuchung und eine nachvollziehbare Diagnose und Therapie finden kaum mehr statt. Kalte Technik ersetzt nicht selten menschliche Nähe. Ganz anders ist es bei einem Osteopathen. Er setzt auf Zuhören, Zuwenden und Zeit. Die Osteopathie zählt zu den Methoden der manuellen Medizin. Ihr Prinzip: behandeln allein mit den Händen. Dabei ist der Begriff „Behandeln“ eigentlich zu eng gefasst, denn die Hände des Therapeuten dienen auch dazu, Funktionsstörungen im Körper erst einmal zu ertasten und aufzuspüren. „Thinking fingers“, also denkende Hände, sollte ein guter Osteopath haben. „Blockade“ ist der zentrale Begriff, um das Wirkprinzip der Osteopathie zu begreifen. Der Therapeut setzt direkt oder indirekt an diesen Blockaden an, die verschiedene Bereiche des Körpers betreffen können, z.B. Darmschlingen, die nach einer Operation miteinander verklebt sind, Kieferfehlstellungen oder Muskelbeschwerden. Anwendungsbereiche sind unter anderem im Bereich des Bewegungsapparates: Gelenkprobleme, Schleudertrauma, Verstauchungen; im internistischen Bereich: Verdauungsstörungen, Sodbrennen, Narben, funktionelle Herzbeschwerden; im Hals-Nasen-Ohren-Bereich: Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Tinnitus; im urogenitalen Bereich: Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden, Schwangerschaft; bei Hauterkrankungen: Neurodermitis, Gürtelrose. Eine Behandlung dauert ca. 50 Minuten. Kosten: 60 bis 120 Euro. Die Kassen zahlen nicht. Infos: Verband der Osteopathen Deutschland, Tel. 0611/9103661, www.osteopathie.de
Um einen möglichst breiten Überblick über die Publikationen zum Thema Osteopathie zu vermitteln, stellt der VOD u. a. Auszüge aus Zeitungsberichten und anderen Medien vor. Dies geschieht unzensiert.