Vor rund 130 Jahren entdeckte der Amerikaner Dr. Still, dass Schmerzen von einer eingeschränkten Funktion von Muskeln, Nerven und Blutfluss ausgelöst werden können. Um die Blockaden zu lösen, zog, dehnte, und drehte der Arzt Wirbel, Gelenke, Bänder und Sehnen – und entwickelte so schrittweise die Osteopathie. Bis heute setzt man sanfte oder feste, tastende und korrigierende Griffe gezielt gegen Schmerzen ein. Dabei verfolgt der Therapeut zunächst mit den Fingerspitzen feinste Bindegewebsstrukturen (Faszien), um festzustellen, wo beim Liegen, Sitzen oder Stehen Störungen auftritt. Durch Abtasten des Körpers findet er dann die Quellen des Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzes. Die Hände fühlen am Bauch, wenn die Verdauung streikt und spüren Knoten bei Nervenleiden auf. Anschließend werden mit gezieltem Druck Wirbel eingerenkt, Gelenke ruckartig gedehnt oder unangenehmes Kribbeln in Armen und Beinen einfach weggestreichelt.
Info-Tipp
www.osteopathie.de
Unter dieser Internet-Adresse finden Sie Infos und eine Therapeutenliste. In der Regel erfordert eine osteopathische Behandlung mehrere Sitzungen (ab etwa 60 Euro pro Termin), bis die Schmerzen verschwinden. Osteopathie ist keine Kassenleistung.
Auszug aus: Frau aktuell vom 20.09.2011