ich habe seit vielen Jahren Probleme mit meiner rechten Hand. Es fing schon zu Schulzeiten an, dass ich ständig "Sehnenscheidentzündung" hatte. Das wurde mit Schiene und Spritzentherapie behandelt. Nach einiger Zeit der Entlastung ging es auch immer wieder. Als es vor ca. 2 Jahren aber anfing in der Hand weh zu tun und immer schlimmer wurde, habe ich eine Neurologin besucht, die sofort diagnostizierte: "Kapalltunnelsyndrom". Im Juli 06 wurde ich operiert und seit dem geht gar nichts mehr.
Es ist wie ein Krampf im Daumenballen sobald ich einen Stift in die Hand nehme. Nach etlichen Untersuchungen von einem Orthopäden (u.a. MRT HWS, Eingipsen bis Oberarm) hat dieser mich wieder zu einer Neurologin geschickt. Diese hat auch sämtliche Untersuchungen mit mir gemacht (u.a. EEG, MRT Schädel,...) und ist zu der Diagnose Schreibkrampf gekommen. Jetzt soll eventuell eine BOTOX Behandlung durchgeführt werden. Bekannte sagten mir daraufhin ich sollte es doch erstmal mit Besuch bei einem Osteopathen versuchen. Hat vielleicht jemand Erfahrungen in diesem Gebiet? Danke schonmal im voraus.
Schreibkrampf
geschrieben von
Burghard.Alpermann am
13.04.08 17:03
Die Diagnose "Schreibkrampf" beschreibt, was ihnen beim Schreiben passiert.
Nun sind Sie schon opreriert worden. ( Karpaltunnel-OP?) Nach Ihrer Schilderung hat das offensichtlich keine Besserung gebracht. Botox ist ein Toxin ( Gift) das ein Bazillus herstellt.
In kleinen Mengen wird das manchmal gegeben, um gezielte Lähmungen an einzelnen Motorischen Nerven zu bewirken. Eine elegante Lösing ist das allerdings nicht. Den Nerven zu lähmen der die Krämpfe macht,na ich weiss nicht...
Nun zu Ihrer Frage: was kann die Osteopathie in diesem Fall bewirken?
Osteopathen versuchen so genau wie möglich nach der Ursache der Störung zu suchen, nicht selten ergibt sich dann eine Möglichkeit zur Behandlung.Das bedeutet beim Osteopathen: eine manuelle Behandlung.
Der Nerv (oder die Nerven), der Ihnen so viel Probleme macht, beginnt an der Halswirbelsäule,
läuft am Schultergelenk vorbei, am Ellenbogengelenk vorbei und erreicht schließlich durch den bereits von Ihnen genannten "Karpaltunnel" die Hand. der Karpaltunnel ist dabei allerdings nicht die einzige Stelle, an der der Nerv in seiner Funktion gestört werden kann.
Sie beschrieben ja Entzündungen bereits in jungen Jahren, dabei kann es zu Gewebeverklebungen kommen, die stören. Dann vielleicht noch etwas Abnutzung an der Halswirbelsäule, die den Durchlass für den Nerven verengt.
Zudem soll man bedenken, dass auch Nerven Blut brauchen, um mit dem Nötigsten versorgt zu werden. Das bedeutet, wenn ständig die Blutzirkulation z.B. durch Krämpfe, Narben u.ä. eingeschränkt wird, gibt es schon deshalb Probleme.
So, nun konkret: Behandlung er HWS um den Druck auf die Armplexus-Nerven zu verbessern.
Gründliche Suche am Oberarm und Unterarm nach alten Gewebsverklebungen und manuelles lösen derselben Am besten geht das mit Myofaszialer Integration, das tut weh, hilft aber oft beschlagend. Machen leider sehr wenige Therapeuten, weil Sonderausbildung.
Am Unterarm helfen tiefe Striche auf der Membrana Interossea, das ist eine bindegewebige Verbindung zwischen beiden Unterarmknochen, dort müssen auch einige Blugefäße auf dem Weg zur Hand durch. Tja, und nun der leidige Karpaltunnel: konsequente Narbenbehandlung.
Alles was die Narbe beweglich macht.
Das sind doch einige Möglichkeiten,oder?
Am besten Sie drucken sich das aus, nd suchen nach einem/einer Therapeuten/in in Ihrer Gegend, die sich zutraut, da was zu bewegen. Es gib etliche, die sehr gute Arbeit machen.
freundliche Grüße, B.Alpermann
burghardt.alpermann@osteopathie.de