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Öffentliches Forum
Schwindel durch HWS- Überstreckung und etliche Blockaden
am
30.10.08 13:36
Hallo!
Ich bin 29 jahre jung und habe seit 19 Monaten täglich Schwindel, Kopfschmerzen, Nacken,- und Schulterschmerzen. Wahrscheinlich wurde vor 19 Monaten beim Notkaiserschnitt meine HWS überstreckt. Eine Woche später traten die ersten Beschwerden auf. Lange wußte ich die ganze Geschichte nicht zuzuordnen, bin erst einmal froh, daß ich weiß, daß der Schwindel rein organischer Natur ist. Meine Lebensqualität hat seitdem rapide abgenommen, komme kaum noch vor die Tür, bin super schnell erschöpft und fühle mich einfach nur krank, bin seit ich diese Beschwerden habe,stark wetterfühlig geworden und bekomme vor und während der Periode noch stärkeren Schwindel mit Gangunsicherheit. Ich möchte endlich wieder leben. Vor ein paar Wochen habe ich eine Craniosacrale Therapie begonnen ( habe heute die sechste Behandlung ). Meine Osteopathin hat viele Blockaden entdeckt, festgestellt, daß mein Körper die Geburt meines Sohnes nicht so gut verkraftet hat. Mein Steißbein und meine Gebärmutter waren anfangs kaum beweglich, was sich nun aber schon gebessert hat. Nach den Behandlungen düselt es immer eine Weile im Kopf, bin erschöpft. Die Tage darauf verspüre ich eine Art Muskelkater im Rücken. Eine Besserung ist leider noch nicht eingetreten, daß ist auch das, was mir Sorgen macht. Andererseits, braucht der Körper nicht auch seine Zeit? Bin ich zu ungeduldig? Wer weiß was?
Gruß
Karina
Beiträge
Schleudertrauma
geschrieben von Julie am 18.02.09 09:51
Hallo Karina, ersteinmal hoffe ich, dass es dir mit deinem Sohn trotz allem gut geht. Im Anschluss meine Erfahrungen. Du wirst dich vielleicht fragen was hat das mit mir zu tun, aber vielleicht sind wir gar nicht soweit voneinander entfernt. Ich selbst hatte im Sommer vergangenen Jahres einen Sportunfall mit Bewusstlosigkeit. Diagnose: Schädel-Hirn-Trauma Grad 1...Wundversorgung in der Klinik....Ich stand unter Schock...redete wie ein Wasserfall und alles ist in der Erinnerung ziemlich nebulös. Der Unfall wurde seitens der Ärzte bagatellisiert. Auf die von meinem Partner angesprochene Überstreckung der Halswirbelsäule ist der Arzt gar nicht eingegangen. Seine Handlungsempfehlung: Wenn sie nicht innerhalb von 72 "Doppelbilder" sehen, ist alles in Ordnung. Keine wirkliche Handlungsempfehlung, keine bildgebenden Maßnahmen nach dem Motto, da haben Sie aber Glück gehabt. nach einer Woche wurde alles nur noch schlimmer. Doppeltsehen, Angst-Panikattacken, Wortfindungsstörungen, Taubheitsgefühle linksseitig, Kopfschmerzen, Verwirrtheitszustände, Depressionen...Nochmal Klinik. Röntgen und CT in Ordnung. EEG auch unauffällig.
Diagnose-Idee: Neurologie, weil die Symptome auf Multiple Sklerose hindeuten!!!! Ich nehme es zum Glück nicht ernst. Zunächst probierte ich es ausschließlich mit Cranio-Sacraler Therapie, Selbstzahler. Es wurde etwas besser aber die entscheidende Wende war es zunächst nicht. Dann Überweisung Psychologin: Diagnose: Posttraumatische Belastungsstörung. Medikation: Antidepressiva. Recherchen im Internet machten mich auf Zusammenhänge zwischen SHT mit anschließender teilweise lebenslang anhaltender Depression aufmerksam. Aber, was ich auch herausfand war, dass das völlig ignorierte Schleudertrauma, eben die Überstreckung der HWS, der eigentliche Knackpunkt zu sein scheint....Denn damit einher geht die Verschiebung des ersten Halswirbels, dem Atlas. Und genau das scheint das Problem zu sein. Wenn ich so meine Biographie betrachte, muss ich schon als Kind einen luxierten Atlas gehabt haben. Migräne, Verspannungen, Trigeminusneuralgien, Teilleistungsstörungen unter Stress, Probleme mit Rücken und HWS...war halt alles schief.
Meiner recherche nach gibt es mehrere Methoden der Atlaskorrektur. Ich entschied mich für eine Methode die versprach, mit 2 schonenden Behandlungen des Atlas in die für ihn vorgesehene Lage zu bringen. Da ich 1/2 Jahr nicht arbeiten konnte und als selbstständige auch kein Geld bekam, entschied ich mich dafür, denn sie war für mich bezahlbar. Ergebnis: Atlas war um 8 Grad verschoben. Mittels eines intensiv arbeitenden Massagegerätes schob sich der Atlas in die für ihn vorgesehene Position. Fortan habe ich ein Gefühl der Befreiung, wie seit Jahrzehnten nicht. Der Kiefer sitzt optimal, die Halswirbelsäule fühlt sich gut an, Kopf- und Augenschmerzen sind weg, nach absetzen der Antidepressiva vor 4 Wochen stellten sich keine der vorherigen Symptome wieder ein. Derzeit bin ich bei einer Physiotherapeutin, die optheopatisch arbeitet, denn natürlich bedarf mein Skelett nach wie vor dieser Behandlung, damit die Altlasten abgebaut werden können. Meine 17-jährige Tochter (migräne, Verspannungen, Taubheitsgefühle, Erschöpfung bei Stress) habe ich auch dort behandeln lassen. Mit gleichem Erfolg. Aber: auch sie ist weiterhin in Physiotherapeutischer Behandlung.
Ich habe das so ausführlich geschildert, weil ich denke, dass es ein lösungsorientierter Ansatz für dich sein kann.
Es gibt meines Wissen mehrere Methoden der Atlaskorretur. Vielleicht fragst du einmal deinen Therapeuten danach oder erkundigst dich im Internet. Wichtig war für mich nur, dass es sich dabei um eine sanfte Methode handelt.
Liben Gruß
Julie