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Öffentliches Forum
Bewusstwerden verdrängter Ängste durch Osteopathie?
geschrieben von
pauli am
23.04.10 13:27
Nach mehreren osteo. Behandlungen und einer Pause dazwischen bin ich jetzt nach einem Umzug bei einem neuen Osteopathen, da ich weiterhin schmerzhafte Verspannungen hatte. Nach der dritten Behandlung und einem Osteopathen, der mit dem Ergebnis sehr zufrieden war, hatte ich massive Schmerzen, Spannungen und Angstausbrüche, die ich nicht kontrollieren konnte. Ich kenne diese aufsteigenden und für mich unkontrollierbar erscheinenden Ängste auch, frage mich jetzt aber auch wegen der starken Schmerzen, ob Osteopathie weiterhin gut ist. Die Behandlungen haben meinen Körper sehr verändert, aber offensichtlich führt Entspannung bei mir zu Ängsten und anderen Gefühlen aus der Vergangenheit.
Beiträge
am 28.04.10 22:24
Sie sollten auf jeden Fall dieses Thema mit dem Osteopathen besprechen. Dies sind keine normale Reaktionen auf einer Behandlung. vielleicht wäre eine Psychotherapie sinnvoll. Sprechen Sie auch mal mit dem Hausarzt.
geschrieben von pauli am 01.05.10 09:54
Natürlich ist es keine normale Reaktion auf eine ostopathische Behandlung! Es ging mir mit dem Beitrag auch nur um einen Bewusstseinsimpuls an die praktizierenden Osteopathen. In der heutigen Zeit sollte der Mensch selber die Verantwortung für seinen Körper, sein Leben und auch die Therapien, die er auswählen kann, übernehmen. Ich verstehe osteopathische Behandlungen auch als einen Dialog. Ich war bereits in Psychotherapeutischer Behandlung, habe das auch in der osteopathischen Behandlung gesagt, bin auch nicht der Meinung, dass der Osteopath unverantwortlich gehandelt hat.
Trotzdem hat mich die starke Reaktion erschrocken und an gewisse Grenzen gebracht, da ich mein gesamtes Umfeld zurzeit auch als eher harmonisch bezeichnen würde.
Mir ist einfach wichtig, dass ein Bewusstsein dafür vorhanden ist, dass eine osteopathischen Behandlung sehr stark in den physischen und auch psychischen Organismus eingreifen kann. Auch wenn natürlich alle anerkannten Osteopathen gut ausgebildet sind und derartiges gehört und gelesen haben, sind sich dessen einige garantiert nicht ausreichend bewusst!!!!!!!!!
geschrieben von Adah.Gleich am 13.06.10 15:51
...vollkommen richtig, viele meiner Osteopathen-Kollegen sind sich der Bedeutung psychischen Leidens auf den Körper nicht bewusst. Viele Patienten wollen auch Ihre verdrängten Probleme nicht wahrhaben und meinen eine rein körperliche Problematik zu haben. Psyche und Körper sind untrennbar und wenn Ihre physischen Schutzmechnismen durchbrochen/aufgerüttelt werden, z.B. Schultern vorziehen/ducken -> als Folge entstehen Nackenverspannungen, entsteht blanke Unsicherheit und evtl. Angst.
Osteopathen sind keine Psychotherapeuten, auch wenn manche sich als solche fühlen (sogenannte "somatomotional" Therapeuten, ohne psychotherapeutischem Know-how). Interessant ist z.B. körperzentrierte integrative Psychotherapie, Gestalttherapie, die sie Ihre wahren Gefühle "spüren" lernen, anstatt sie nur mit dem Kopf zu verarbeiten.
geschrieben von fragenfragen am 21.06.10 17:41
hallo,
ich habe das zwar mit osteophatie noch nicht erlebt, aber als ich kürzlich zu einer dorn behandlung wegen schmerzen im unteren rücken war, habe ich ähnliches erlebt.
ich bin mir meiner angststörung allerdings bewußt und hatte deshalb schon psychotherapie. die ängste waren aber richtig heftig am tag nach der dorn behandlung und auch nach der zweiten behandlung waren ängste da, wenn auch nicht so stark. jetzt erlebe ich gerade eine verschlimmerung der ängste im gegensatz zu vor der dorntherapie und hoffe, diese jetzt ab september in einer erneuten therapie bearbeiten zu können. mich hat es erschreckt, aber auch irgendwie fasziniert wie körperliche impulse seelische freisetzen können...
ps: meine osteophatin weiß von meinen ängsten und möglicherweise ist es mir deshalb mit der osteophatie noch nicht passiert