druckkopf
• Kontakt     • Impressum     • Datenschutz     • Map     

VOD-Nachrichten


13.02.2017

Osteopathie für Leistungssportler - Bobfahrer, Turmspringer und Fußballer



Francesco Friedrich (li.) und sein Osteopath Stefan Haustein (re.) freuen sich über den Weltmeister-Pokal 2016 und hoffen auf eine Wiederholung des Erfolgs bei der WM am Königssee Ende Februar. Foto: Marco Förster
Francesco Friedrich (li.) und sein Osteopath Stefan Haustein (re.) freuen sich über den Weltmeister-Pokal 2016 und hoffen auf eine Wiederholung des Erfolgs bei der WM am Königssee Ende Februar. Foto: Marco Förster
Interview mit Osteopath und Heilpraktiker Stefan Haustein, Partner des Olympiastützpunktes Dresden
 
VOD: Herr Haustein, Sie behandeln in Ihrer Praxis in Pirna nahe Dresden unter anderem den Zweierbob-Weltmeister Francesco Friedrich osteopathisch. Bei den Bob-Europameisterschaften im Januar gewann er mit seinem Partner Gold und bereitet sich jetzt auf die Weltmeisterschaften Ende Februar vor. Wann kommen Sie als Osteopath und Heilpraktiker zum Einsatz?
Stefan Haustein: Ich arbeite quasi übergeordnet, das heißt, wenn Sportler so gravierende Schwierigkeiten haben, dass andere Therapeuten nicht weiterkommen, rufen sie mich an. Dann muss ich mir irgendwas einfallen lassen. Oft sind es Stellschrauben, an die noch niemand gedacht hat, Verbindungen zwischen Störfeldern und Organen, zwischen Organen und Gelenken, zwischen Organen und Muskeln, Faszien usw. Als Heilpraktiker gebe ich manchmal noch Injektionen, mache Akupunktur, Kinesiologie. Das ergibt sich aus der individuellen Situation. Osteopathie ist aber einer der wichtigsten Schlüssel in meinem Werkzeugkoffer.
 
VOD: Wie genau können Sie mit Osteopathie helfen?
Stefan Haustein: Durch die ganzheitliche Behandlung von Faszien und Verbindungen zwischen Organen, Muskeln und Knochen kann man viel bewirken, sodass vom Fuß an über das Becken bis zum oberen Kopf- und Kiefergelenk alles funktioniert und wieder im Fluss sein kann.
 
VOD: Welche speziellen „Problemzonen“ haben Bobfahrer?
Stefan Haustein: Bobfahrer müssen ordentlich anlaufen. Dieses Anlaufen setzt massive Kräfte frei auf Füße und Becken. Und wenn sie in der Bobbahn fahren, werden sie natürlich geschüttelt wie Beuteltiere, sodass sie sich oft in der Wirbelsäule verdrehen. Das muss man dann irgendwie wieder richten.
 
VOD: Sie und Ihr Praxisteam haben sich in der Betreuung von Leistungssportlern etabliert und arbeiten als offizieller Partner des Olympiastützpunkts Dresden. Welches ist dabei die größte Herausforderung?
Stefan Haustein: Es sind Sportler, bei denen es schon irgendwo irreparable Veränderungen gibt wie etwa durch Unfälle entstandenen Traumata. Herausfordernd ist es auch, diejenigen wieder fit zu bekommen, die sportlich schon auf „der letzten Flamme glühen“. Ebenfalls herausfordernd ist es, innerhalb kürzester Zeit Behandlungserfolge zu erzielen, sodass die Sportler am nächsten Tag anrufen und sagen, ich kann wieder schmerzfrei Sport treiben. Das ist mein Ziel, das ist schön, motiviert mich und macht mir Spaß.
 
VOD: Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!

Link: osteopathie.de/n1486974600



Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
Untere Albrechtstr. 15 - D-65185 Wiesbaden
Tel. 0611 5808975 0 - Fax 0611 5808975 17
Email gs.wiesbaden@osteopathie.de - www.osteopathie.de