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Ausbildung

In Deutschland erfolgt die Ausbildung zum Osteopathen vorrangig an privaten Osteopathie-Schulen.
Die meisten dieser Schulen bieten ihre Ausbildung berufsbegleitend an. Sie richtet sich an Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten. Die berufsbegleitende Ausbildung beträgt mindestens vier Jahre und findet in Wochenendseminaren statt. Insgesamt müssen die Schüler mindestens 1.350 Unterrichtstunden absolvieren.
 
 
Vorwiegend Abiturienten  nutzen die Ausbildung an Vollzeitschulen. Vollzeitabsolventen erlernen die Osteopathie innerhalb von fünf Jahren in mehr als 5000 Unterrichtseinheiten. Die Vollzeitausbildung ist die derzeit fundierteste osteopathische Ausbildung.
 
Der Unterricht ist aufgeteilt in Theorie und Praxis und umfasst medizinische Grundlagenfächer wie Anatomie und Physiologie sowie das Erlernen der verschiedenen osteopathischen Techniken. Eine Abschlussarbeit und -prüfung beenden die Ausbildung. Die mindestens vierjährige Ausbildung ist notwendig, um einerseits die vielen Bereiche der Osteopathie als eigenständige und wirksame Form der Medizin zu erlernen und andererseits die eigenen Hände zu feinfühligen Instrumenten zu schulen.
 
Der Verband der Osteopathen Deutschland empfiehlt die Ausbildung an folgenden Schulen:
Link: Schulen / Hochschulen
 
Die Akademisierung der Osteopathie ist nicht mehr aufzuhalten. Zum Wintersemester 2011/2012 wurde auf Initiative des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. der erste grundständige Bachelor-Studiengang Osteopathie Deutschlands eingerichtet. An der Hochschule Fresenius in Idstein bei Wiesbaden und München kann man in einem achtsemestrigen Vollzeit-Studiengang einen nach den Bologna-Kriterien anerkannten akademischen Bachelor-Abschluss in Osteopathie erlangen. 

Seit dem Wintersemester 2015/2016 können Sie mit dem Master-Studiengang Osteopathie an der Hochschule Fresenius Ihre anwendungsorientierten Fähigkeiten vertiefen, die Sie in einem vorangegangenen Bachelor-Studium der Osteopathie erworben haben. Link
 
 
Weitere Anbieter
Andere Ausbildungsinstitute, die nicht die Mindestanforderungen erfüllen, sollten mit Skepsis betrachtet werden. Das Erlernen einzelner osteopathischer Techniken ist möglich, hat aber nichts mit der ganzheitlichen Osteopathie zu tun.
 
Voraussetzungen und Tipps
 
Unterschätzen Sie nicht den Arbeits- und Zeitaufwand einer solchen Ausbildung, denn Sie erlernen eine neue Form der Medizin, die ihre Patienten in ihrer Gesamtheit wahrnimmt und behandelt.
 
Erkundigen Sie sich vorher auch genau nach den Kosten inklusive Prüfungen und planen Sie die Finanzierung Ihrer Ausbildung.
 
Da Osteopathie in Deutschland als Heilkunde gilt, darf sie nur von Ärzten oder Heilpraktikern eigenständig praktiziert werden. Sie müssen also während oder nach der Osteopathie-Ausbildung die staatliche Heilpraktikerprüfung ablegen. Physiotherapeuten dürfen nur auf Anordnung eines Arztes oder Heilpraktikers im Rahmen der Physiotherapie osteopathisch arbeiten.
 
Die meisten Schulen bieten kostenlose Schnupperkurse. Besuchen Sie diese Veranstaltungen, bevor Sie sich für eine Schule entscheiden. Sprechen Sie mit Schülern oder Absolventen der Schule. Deren Erfahrungen können oft wertvolle Hinweise für die richtige Wahl geben.
 
Aussichten
 
Der Bekanntheitsgrad der Osteopathie wächst stetig, Schulmediziner zeigen sich zunehmend aufgeschlossener. Immer häufiger arbeiten Ärzte und Fachtherapeuten zum Wohle ihrer Patienten mit Osteopathen zusammen. Osteopathen haben aber noch nicht den gleichen Bekanntheits- und Verbreitungsgrad wie Heilpraktiker oder Physiotherapeuten. Gute Aussichten also für all jene, die sich zum Osteopathen ausbilden lassen wollen.
 
Dennoch sollte beachtet werden, dass es den eigenständigen Beruf des Osteopathen rechtlich gesehen noch nicht gibt. Wir setzen uns für  die Berufsanerkennung auf Bundesebene ein!



Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
Untere Albrechtstr. 15 - D-65185 Wiesbaden
Tel. 0611 5808975 0 - Fax 0611 5808975 17
Email gs.wiesbaden@osteopathie.de - www.osteopathie.de