Pressemitteilung


17.06.2021

Osteopathie im Profifußball: Leistungsträger in besten Händen



Wiesbaden. Die Profifußballer bei der Europameisterschaft haben eine lange Saison hinter sich. Um sie medizinisch bestmöglich zu betreuen und die Leistung zu optimieren, setzen immer mehr Vereine Osteopathinnen und Osteopathen ein – ein Beleg für den Erfolg der ganzheitlichen Medizin, teilt der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. mit.
VOD-Mitglied Michael Arndt ist seit vier Jahren Osteopath beim DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund: „Aus meiner Sicht spielt Osteopathie mittlerweile eine sehr große Rolle, da sie den Sportler ganzheitlich betrachtet und so die tatsächlichen Ursachen für Dysfunktionen entdecken kann. Dadurch, dass der Fußballsport in den zurückliegenden Jahren immer intensiver geworden ist, werden auch die Dysfunktionen komplexer.“ Für die Spieler sei es ein enormer Vorteil, dass sie sehr schnell wieder in das Mannschaftstraining eingegliedert werden können. „Und es ist ein Vorteil, dass die Osteopathie auch präventiv arbeitet. Das reduziert das Risiko eines Rückfalls und von Bewegungs- und Leistungseinschränkungen ganz erheblich“, meint Michael Arndt. Sein Kollege Jens Joppich von Bayer Leverkusen ist überzeugt: „Osteopathie genießt im Leistungssport höchste Anerkennung!“

Er ist auch in der Deutschen Basketball-Nationalmannschaft und in den USA im medizinischen Staff der Dallas Mavericks tätig. „Hätten wir nur halbwegs diese Anerkennung auch in politischen und medizinischen Gremien, wären wir als Osteopathen schon voll anerkannt! Im Leistungssport sind wir es mit Sicherheit!“, meint Jens Joppich.
Wolfgang Bunz, Physiotherapeut der Deutschen Fußballnationalmannschaft mit 5-jähriger osteopathischer Ausbildung, begleitet derzeit die Mannschaft bei der EM: „Eine moderne Sportphysiotherapie auf dem hohen sportlichen Niveau ist ohne manualtherapeutische und osteopathische Kenntnisse aus meiner Sicht nicht mehr zu leisten.“ Der menschliche Körper stellt ein großes System von Strukturen und Funktionen dar, deren Teilbereiche sich in stetiger Wechselbeziehung befinden. Deshalb beschränken Osteopathen ihre Arbeit nicht auf den Bewegungsapparat, sondern beziehen Organe und Nervensystem in Diagnose und Therapie ein. Sie sehen nicht nur das schmerzende Fußgelenk oder das dicke Knie, sondern behandeln den Körper als ein Ganzes, der durch die Verletzung aus seiner komplexen Balance geraten ist. Verletzungen können über so genannte Spannungsketten weitere Beschwerden anstoßen, ein umgeknickter Fuß kann etwa Wochen später Ursache für regelmäßige Kopfschmerzen sein. Der Ort eines Schmerzes und der Ort seiner tatsächlichen Ursache können weit auseinander liegen.
 
„Wo Bewegung und Dynamik eingeschränkt sind, laufen Körperprozesse meistens nicht optimal ab“, verdeutlicht VOD-Vorsitzende Prof. Marina Fuhrmann. Indikatoren für solche Funktionsstörungen sind erhöhte Spannungen im Körper, die der Osteopath mit den Händen ertasten kann. Hier liegt dann auch der Ausgangspunkt für die präventive Bedeutung der Osteopathie. „Wir können Problembereiche des Körpers schon erkennen, bevor ein Schaden entsteht. Die Spannungen im Körper sagen uns, wo sich eine Blockade, eine Instabilität der Bänder oder eine Muskelverhärtung anbahnen. Solange es sich noch um Störungen, also die Vorstufe von Schäden, handelt, lassen die sich viel leichter behandeln, als die späteren Schäden“, so Prof. Marina Fuhrmann. Erklärtes Ziel des Osteopathen ist es, auf sanfte Weise die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Ein gesunder Körper ist in der Lage, sich biomechanisch und -dynamisch selbst zu reparieren und zu regenerieren. Wird dieses Streben nach Balance aber durch Funktionsstörungen massiv beeinträchtigt, versuchen Osteopathen, die Störungen sowie ihre Ursachen zu beseitigen und die Dynamik im Gewebe zu fördern. So kann der Körper seine volle Leistungskapazität optimal abrufen.

Mancher Profi-Verein berücksichtigt inzwischen osteopathische Erkenntnisse in seinen Trainingsabläufen. Denn auch für gut trainierte Profis bestehe ein Risiko, das Übungseinheiten zu Dysbalancen führten, die außerhalb des Limits lägen und so zu Schäden führen könnten. „Ich bin immer wieder fasziniert, wie gut man mit der Osteopathie auch im Sport die Leistungsfähigkeit beeinflussen kann“, unterstreicht VOD-Mitglied Birgit Halsband, Osteopathin der der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Frauen. Und für Nationalspielerin Marina Hegering ist klar: „Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Osteopathie gemacht und würde sie immer weiterempfehlen!“
 
Hintergrund:
Osteopathie ist längst Teil der Gesundheitsversorgung in unserem Lande: Sie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt vorbeugend. Laut einer Forsa-Umfrage waren bereits rund 12 Millionen Bundesbürger in osteopathischer Behandlung.
 
Der VOD e.V. als erste und mit mehr als 5100 Mitgliedern größte Vertretung der Osteopathen in Deutschland fordert eine gesetzliche Regelung für Patientenschutz und Rechtssicherheit. Patienten und Krankenkassen müssen sich darauf verlassen können, dass sie an einen qualifizierten Therapeuten mit einer mehrjährigen Ausbildung und anspruchsvollen Prüfung nebst Fortbildungspflicht geraten und nicht an jemanden, der womöglich nur ein Wochenendseminar absolviert hat. In Deutschland praktizieren gegenwärtig etwa 10.000 gemäß WHO-Richtlinien qualifizierte Osteopathen und behandeln rund drei Millionen Patienten jährlich.





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