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VOD-Nachrichten


16.04.2019

Helping Hands: Osteopathie in der Flüchtlingsarbeit und in Kenia



Unter dem Motto „Helping hands - Osteopathen engagieren sich“ stellt der Verband der Osteopathen Deutschland anlässlich der International Osteopathic Health Care Week vielfältiges freiwilliges osteopathisches Engagement vor. Wir präsentieren vom 14. bis 20. April 2019 täglich ehrenamtliche Aktivitäten unsere Mitglieder auf unserer Website www.osteopathie.de, bei facebook unter facebook.com/Verband-der-Osteopathen-Deutschland... und Twitter unter https://twitter.com/vodev.
Osteopathic Healthcare – 
FOR YOUR BEST HEALTH

Von der Schwangerschaft über das Kleinkindalter bis ins hohe Alter kann die osteopathische Behandlung helfen, Ihre Gesundheit so gut wie möglich zu erhalten.
Gesa-Fee und Michael Velten
Gesa-Fee und Michael Velten
Gesa-Fee und Michael Velten haben vor vier Jahren während der großen Flüchtlingsbewegung einige Aktionen in Montabaur geplant und durchgeführt. „Es war eine sehr intensive spannende Erfahrung, mit all den tollen Menschen in Kontakt zu kommen“, so die Osteopathin. Nach einem Jahr sei ihnen jedoch klargeworden, dass sie ihre Kräfte besser einteilen müssen, weshalb sie sich dazu entschlossen, das Ehrenamt in ihr Tätigkeitsfeld der Osteopathie zu integrieren.
„Wir bekommen Anfragen von den Montabaurer Familienhebammen, die vor allem sozial oder finanziell nicht so gut aufgestellten Familien Unterstützung geben sollen. Gerade hier ist auch immer mal wieder Osteopathie sinnvoll. Für die Patienten, die etwas geben möchten, haben wir eine Spendendose vom Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden bereitstehen.“ Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich in der Praxis von angehenden Osteopathen im letzten Studienjahr behandeln zu lassen. Gesa-Fee Velten: „Wir freuen uns sehr, etwas Gutes tun zu können. Es ist finanziell absolut vertretbar, die eine oder andere Behandlung kostenlos anzubieten. Wir hoffen, Kollegen zu ermutigen, offen gerade auf Hebammen zuzugehen, diese Verbindung bringt oftmals wirklich Bedürftige und dankbare Patienten zu uns!“
Sabine Scheck
Sabine Scheck
Ebenfalls in der Flüchtlingsarbeit tätig ist Osteopathin Sabine Scheck aus Ulm. Alles nahm seinen Anfang 2016/2017 in Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen der Caritas (Schutz für Frauen in Flüchtlingsunterkünften) an fünf Behandlungstagen für Frauen und Kinder in einer Ulmer Flüchtlingsunterkunft. „Wir Therapeutinnen kamen ca. einmal pro Monat mit Behandlungsliegen usw. in die Unterkunft. Etwa zwei Tage davor machte eine der Mitarbeiterinnen, eine Psychologin syrischer Herkunft, der Caritas den Behandlungsplan, das heißt sie verteilte die interessierten Patientinnen/Kinder auf die Therapeutinnen. Außerdem stand sie uns an den Behandlungstagen ebenfalls zum Übersetzen zur Seite. Die Stimmung an diesen Nachmittagen war sehr angenehm, und wir hatten das Gefühl, eine gute Arbeit zu machen“, schildert Sabine Scheck. Als Frauen und Kinder die Unterkunft verließen, endete das Projekt. „Weitere Bemühungen, beispielsweise in anderen Einrichtungen o.ä. ehrenamtlich mit geflüchteten Frauen und Kindern in Ulm zu arbeiten, verliefen im Sande“, erinnert sich die Osteopathin. „Ich fand das sehr schade, da ich denke, dass wir mit der Osteopathie diesen Menschen wirklich gut helfen können, und dass es eine Möglichkeit ist, mit unseren ,neuen Mitbürgern‘ in einen echten Kontakt zu kommen und so vielleicht Integration zu unterstützen.“ Im Februar 2019 rief die syrische Caritas-Mitarbeiterin erneut bei Sabine Scheck an und fragte, ob sie Zeit hätte, dieses Projekt noch einmal anzubieten. Sie hatte – der nächste Behandlungstag wurde auf den 8. März terminiert… Fünf Kolleginnen haben zugesagt, sie an weiteren Behandlungstagen zu unterstützen.
Über diese Arbeiten hinaus war Sabine Scheck 2017 in Kenia, um über die NGO „Divinity“ zwei Wochen ehrenamtlich zu helfen. „Meine Freundin Christine Bauer war dann schon ab 2011 jedes Jahr in den Osterferien mit „Divinity“ auf Medical Expedition in Kenia. Sie hielt mich auf dem Laufenden, und so erfuhr ich auch, dass die Gründerin Nav Matharu, Land von den Masai kaufte, um darauf einen geschützten Lebensraum für Masai-Mädchen, die vor Beschneidung und Ehe von zu Hause fliehen, gründete. 2016 übernahm ich eine Patenschaft für ein Mädchen namens Eveline“, erzählt die Ulmer Osteopathin. Gemeinsam mit vier weiteren Osteopathinnen, zwei Gynäkologinnen und anderen Teilnehmern hatten sie Arbeitstage auf einer Rosenfarm bei Naivasha, im Amboseli bei den Masai, in einem Waisenhaus an der Grenze zu Tansania. „Bei der Erstanamnese (Triage) wurde entschieden, was der/die jeweilige Patient/in benötigt. Medikamente, Vitamine, Osteopathie, Wundversorgung oder doch ins Krankenhaus. An manchen Orten standen uns einheimische Ärzte zur Seite“, so Sabine Scheck. Ein Besuch im Schutzhaus der Masai-Mädchen und die Teilnahme an einer christlichen Masai-Hochzeit standen auf dem Programm. „Für mich war die beste Erfahrung, dass ich in ein für mich fremdes Land reisen und als Fremde, den Menschen dort näherkommen konnte… Ein Aspekt ist sicher auch das Helfen, aber viel mehr ist es, von den Menschen und über die Menschen Kenias zu lernen. Nebenbei siehst du das weite schöne Land mit all den Tieren, schmeckst das fremde Essen und erlebst so ein bisschen, wie sich das Leben dort anfühlt. Eigentlich die perfekte Art, zu reisen“, fasst das VOD-Mitglied zusammen und ergänzt, dass die osteopathische Arbeit eine sehr gute Möglichkeit sei, mit den Menschen in „einen echten Kontakt“ zu kommen und die regenerierenden, selbstheilenden Kräfte zu aktivieren. „Gerade bei diesen Läsionen und „osteopathischen Dysfunktionen“, die viele unserer Patienten/innen nach Beschneidung, psychischer und physischer Gewalt zeigten, ist die Osteopathie ein wertvoller Zugang. Ich würde diese Art des Reisens und das Sammeln solcher Erfahrungen für meine Arbeit immer wieder gerne wiederholen und auch weiterempfehlen.“ Link zur Organisation: http://www.divinityfoundation.com

Link: https://www.osteopathie.de/n1555365600



Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
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