VOD-Nachrichten


30.07.2009

Petition an die Europäische Kommission


In einer Online-Petition zu Thema „Alternative Medizin und Gesundheitswesen“ soll die Europäische Kommission aufgefordert werden, alle zur gesetzlichen Anerkennung nichtkonventioneller medizinischer Disziplinen erforderlichen gesetzgeberischen Initiativen zu ergreifen. Da der Inhalt der Petition auch für die Osteopathie von großer Bedeutung ist, ruft der VOD seine Mitglieder und alle Ihnen bekannten Kollegen auf, sich der Initiative anzuschließen. Die Unterzeichner erinnern an die Entschließung des Europäischen Parlament vom 29.Mai 1997 (A4-0075), in der die Europäische Kommission angehalten wurde, einen Prozess der Anerkennung nichtkonventioneller medizinischer Richtungen einzuleiten und einen Vorschlag für eine Richtlinie für Nahrungsmittelergänzungsstoffe vorzulegen. Sie stellen fest, dass nur die Aufforderung bezüglich der Nahrun g smittelergänzungsstoffe zu einem Ergebnis geführt hat (Richtlinie 2002/46), hingegen zum Thema der nichtkonventionellen Medizinrichtungen bislang nichts geschehen ist. Die Unterzeichner weisen darauf hin, dass die WHO seit 2005 empfiehlt, überlieferte Fachkenntnisse und Praktiken aus unterschiedlichen Traditionen der Gesundheitspflege zu berücksichtigen, und zwar auch in der Gesundheitspolitik so genannter entwickelter Staaten. Darüber hinaus unterstreichen sie, dass die Europäischen Institutionen Programme gegen Fettleibigkeit und chronische Krankheiten verabschiedet haben, und dass nicht konventionelle Heilkunden ein wirksames Mittel darstellen, "diese Plagen sowohl vorbeugend als auch heilend zu bekämpfen". In der Petition festgehalten wird auch die wachsende Beliebtheit zahlreicher therapeutischer, nichtkonventioneller Ansätze überall in der Europäischen Union. Im Gegensatz dazu steht nach Auffassung der Unterzeichner der Rechtsstatus der Praktiker (Mediziner und Nicht-Mediziner), die nichtkonventionelle Heilverfahren einsetzen, obwohl diese Verfahren in der Gesamtheit der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union weit verbreitet sind und überall praktiziert werden. 

Demzufolge wird der Europäischen Kommission in der Petition deutlich gemacht, dass die Heterogenität der derzeitigen Situation ein Freizügigkeitshindernis und eine Beschränkung der Niederlassungsfreiheit d er Praktiker darstellt. Für die europäischen Bürger bedeutet sie eine Einschränkung ihres Rechts auf freie Wahl des Praktikers oder der Therapie, der oder die ihnen zusagt, das heißt ihres Rechts auf Gesundheitsschutz gemäß Artikel 35 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union.

Wir bitten um rege Mitarbeit und Unterstützung,
Ihr VOD

 
 Hier geht es zur Petition







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