VOD-Nachrichten


11.02.2010

Berufspolitik – überflüssig oder notwendig?


Aufmerksamen Beobachtern der Osteopathieszene dürfte nicht entgangen sein, dass in den vergangenen Monaten eine Diskussion über die Notwendigkeit berufspolitischer Aktivitäten entbrannt ist. Sollte ein Verband, sollten einzelne Gruppierungen oder osteopathisch Tätige für die Zukunft eines Berufsbildes streiten und durch die vorgegebene Linie Maßstäbe setzen?

 

Der VOD meint: Ja!

Denn ohne Berufspolitik und den Einsatz einer mitgliederstarken Interessenvertretung für zentrale Fragen kann es keine Veränderungen und Weiterentwicklungen geben. Das Ziel, die anzustrebende Richtung ist nicht immer sofort, manchmal erst nach mühevoller, jahrelanger Kleinstarbeit zu erreichen. Doch eine aktive Entwicklung der Profession ist entscheidend für deren Fortbestand.

 

Was umfasst Berufspolitik?

 

Der Einsatz vom Kleinen zum Großen ist entscheidend für den Erfolg – vom fruchtbaren Mitglieder-Engagement in Arbeitskreisen und dem Nutzen informeller Kontakte zu Patienten bis zur Vorstands- und Justitiarsarbeit auf nationaler und internationaler Ebene in Organisationen, in der Politik und vor Gericht.

 

Die erfolgreiche osteopathische Therapie, die dankbare Mund-zu-Mund-Propaganda und eine starke Öffentlichkeitsarbeit verhelfen zu einer positiven Wahrnehmung der Osteopathie. Auch die Vernetzung mit anderen Verbänden und Schulen sowie die verstärkte wissenschaftliche Begleitung osteopathischer Behandlungen sind berufspolitisch entscheidend. Das Verfassen von Positionspapieren, Resolutionen sowie von Statements zu Vorstößen Anders- oder Ähnlichdenkender, das Pflegen von Kontakten zur Verbesserung der Rahmenbedingungen, die Einbeziehung von Experten, eine Initiierung von Erfolg versprechenden Gerichtsprozessen und Verhandlungen mit Kostenträgern sind wichtige Instrumente der Berufspolitik.

 

Welche Themen beschäftigen den VOD berufspolitisch?

 

Vorderstes Ziel des VOD ist die Etablierung des Osteopathen als eigenständiger Beruf und die freie Berufsausübung qualifiziert ausgebildeter Osteopathen. Dazu gilt es, die Abgrenzung der osteopathischen Tätigkeit von anderen Professionen zu unterstreichen und eine einheitliche, auf den bestehenden Gegebenheiten und universitären Möglichkeiten beruhende Ausbildungsstruktur und Qualitätssicherung zu betreiben. Hochschulabsolventen sollen gemäß dem Bologna-Abkommen den Titel BSc bzw. MSc erhalten, für Behandler, die bereits eine osteopathische Ausbildung absolviert haben, wird eine entsprechende Brückenlösungen erarbeitet. Alle sollen weisungsunabhängig als vollwertige First-Contact Practicioner arbeiten können. Ohne diese Form der Berufspolitik würde Initiativen anderer Berufsgruppen, die die Osteopathie als Erweiterung des eigenen Tätigkeitsfelds parken möchten, Vorschub geleistet.

 

Lokale, regionale, nationale und internationale Einflussnahme und politischen Dialog kann nur ein mitgliederstarker, etablierter Berufsverband gewährleisten, mit einer Führung, die gestärkt ist durch die Zustimmung und Unterstützung der ihr angeschlossenen Osteopathen. Die größte Herausforderung ist wohl die Harmonisierung der heterogenen nationalen Osteopathie-Landschaft.






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