VOD-Nachrichten


23.08.2019

Therapeutische Kräfte, Stillness und Biodynamik


Einen Vortrag und drei Workshops rund um die Themen „Therapeutische Kräfte in der Osteopathie“, „Biodynamik“ und „Stillness“ bieten die Osteopathen Jan Koop DO und Dr. Christina Steele DO MPH beim VOD-Jubiläumskongress in Bad Nauheim an. In einem Interview gehen sie näher auf den Inhalt ein.
 
Melden Sie sich an: www.osteopathie-kongress.de

VOD: Frau Dr. Steele und Herr Koop, Sie referieren am 5. Oktober beim Internationalen Osteopathiekongress in Bad Nauheim zum Thema „Die therapeutischen Kräfte in der osteopathischen Behandlung“. Beschreiben Sie den Inhalt Ihres Vortrags bitte ein wenig näher…
Jan Petrus Koop DO: Unsere osteopathischen Vorfahren haben uns darin geschult, viele therapeutische Kräfte – wie zum Beispiel Potenz, Stille, Funktionsreserve, Primär-Atmung und Thorakale Atmung – zu untersuchen. Die Fähigkeit, diese therapeutischen Kräfte zu beobachten und mit ihnen zu interagieren, ist einzigartig für den osteopathischen Beruf. Wir wollen darüber sprechen, wie sich diese Kräfte zeigen, wie wir mit diesen therapeutisch arbeiten können und welche Bedeutung das für die Gesundheit unserer Patienten hat.

VOD: Zusätzlich bieten Sie gleich drei Workshops zu unterschiedlichen Themen an: „Die therapeutischen Kräfte in der biodynamischen Behandlung“ (4.10.), „Stillness als eine therapeutische Kraft“ (5.10.) und „Biodynamische Behandlung von Kindern“ (6.10.)“. Bitte geben Sie uns einen Einblick – was werden Sie den Teilnehmern/innen vermitteln?
Dr. Christina Steele DO MPH: Am 4. Oktober wollen wir uns damit beschäftigen, wie wir die verschiedenen therapeutischen Kräfte, die im biodynamischen Modell diskutiert werden, wahrnehmen und wie wir mit ihnen interagieren.
 
Am 5. Oktober geht es dann um die Stillness als therapeutische Kraft, zum Beispiel spielt das autonome Nervensystem bei den meisten chronischen Erkrankungen eine Rolle. Die Stillness erlaubt uns, das ANS unserer Patienten zu sehen. Wir werden daran arbeiten, Stillness wahrzunehmen, Stille zu spüren und sehen, wie dies die Umgebung des Körpers beeinflusst und verändert.
 
In dem Workshop „Die biodynamische Behandlung von Kindern” am Sonntag geht es unter anderem darum, dass Kinder den Wachstums- und Entwicklungsprozess viel dynamischer und beobachtbarer als Erwachsene durchlaufen. Wir werden diskutieren, wie sich die Behandlung von Kindern von der von Erwachsenen unterscheidet und wie tiefere Behandlungsergebnisse erzielt werden können.
 
VOD: Sie unterrichten beide das bio-dynamische Programm. Was gefällt Ihnen daran? Was ist Ihre Leidenschaft dafür?
 
Dr. Christina Steele DO MPH: Ich begann als Hausärztin zu praktizieren. Das bio-dynamische Modell ermöglichte es mir, Patienten außerhalb des muskuloskelettalen Bereichs zu sehen. Es war eine Möglichkeit, Physiologie und Funktion zu untersuchen und Behandlungen zu sehen, die nicht nur im muskuloskelettalen System sehr tiefgreifende Auswirkungen haben.
 
Jan Petrus Koop DO: Seit dem 2. Tag des ersten Ausbildungskurses in unserer Osteopathieschule – es ging unter anderem um das Sacrum – bin ich ein großer Osteopathiefan.
Aber erst durch das Programm „die biodynamische Sicht der Osteopathie” von Dr. James Jealous habe ich die Osteopathie begriffen – den Zauber, der ihr innewohnt und was die Gesundheit mit uns macht, wenn wir sie finden. Es ist eine große Ehre und Freude für mich, Osteopathie, das lebendige Erbe von AT. Still, WG. Sutherland und deren Schülern weiterzutragen und zu sehen, wie die gesäte Saat aufgeht, und manche Schüler sogar die Lehrer überholen.
 
VOD: Warum sollten sich Ihre Kollegen und Kolleginnen Ihrer Meinung nach unbedingt für den VOD-Jubiläumskongress anmelden?
 
Dr. Christina Steele DO MPH: Als ich aus Amerika das erste Mal zum VOD-Kongress kam, war ich überrascht, wie viele Osteopathen sich kennen und sich gegenseitig unterstützen. Es war erstaunlich für mich, einfach in diese osteopathische Familie aufgenommen zu werden. Der VOD-Kongress war meine erste Erfahrung mit dieser Kollegialität. Die Referenten verfügen über ein enormes Erfahrungsniveau und eine Vielzahl von Themen. Vor allem aber war es für mich eine wunderbare Zeit, mich als Teil eines ganz besonderen internationalen Berufs zu fühlen.
 
Jan Petrus Koop: Ja, als Osteopathen sind wir alle, weltweit Teil einer großen Familie,
in deren Fulcrum lebendige Osteopathie ist. Und wie in jeder Familie brauchen wir ein Zusammenkommen, den interessierten Austausch miteinander, nur so können wir Osteopathie in ihrer Vielfältigkeit und Ganzheit kennen lernen und leben. Ich freue mich sehr darauf, viele bekannte Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen und neue Osteopathinnen und Osteopathen kennen zu lernen auf diesem Kongress mit dem ehrlichen Motto “Wir sind Osteopathie!”
 
VOD: Vielen Dank für das Interview – bis bald in Bad Nauheim!
 Vielen Dank für das Interview – bis bald in Bad Nauheim!










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