VOD-Nachrichten


24.07.2021
Johannes Fetzer, Osteopath und Mitglied des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. unterstützt die Deutsche Hockeynationalmannschaft der Herren bei den Olympischen Spielen in Tokio. Im Interview verrät er mehr über seinen Einsatz und den Nutzen der Osteopathie.
 
VOD: Herr Fetzer, wie lange betreuen Sie als Osteopath schon die Deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Herren?
Johannes Fetzer: Seit November 2019.

VOD: Was ist das Besondere an Osteopathie im Hockeysport, d.h. warum schätzen die Spieler Ihren Einsatz?
Johannes Fetzer: Ich denke, das ist nicht nur auf Hockey begrenzt, sondern gilt für alle Sportarten: Osteopathisch zu arbeiten bedeutet, verschiedenste Möglichkeiten zu haben, aktiv in die Regeneration, Verletzungsprophylaxe, Versorgung von Verletzungen und auch zur Leistungssteigerung einzugreifen. Und die Spieler merken schnell, dass ich sie in ihrer Entwicklung und bei ihrer Performance unterstützen kann. Wenn im Finale alle Spieler voll einsatzfähig sind und der Trainer somit die Qual der Wahl hat, wen er aufstellt, dann haben wir (medizinische Abteilung) einen geilen Job gemacht!

VOD: Welche Beschwerden stehen bei Hockeyspielern im Vordergrund?
Johannes Fetzer: Viele Verletzungen durch harte Tackles oder Einschläge des Balles oder Schlägers:
            -stumpfe Traumata am ganzen Körper
            -muskuläre Verletzungen der Beine
            -Blockaden LWS/BWS/Becken.

VOD: Wie wird Ihr voraussichtlicher Arbeitstag in Tokio aussehen?
Johannes Fetzer: Ich rechne mit 14 bis 16 Arbeitsstunden am Tag. Davon ca. 8 bis 10 Stunden an der Behandlungsbank und den Rest bei der Betreuung im Training oder im Spiel. Und das über 20 Tage. Jeden Tag aufs Neue. Keine Pausentage. Wir haben 8 Spiele in 12 Tagen. Und während den paar freien Tagen, die die Spieler haben, ist für uns Therapeuten volles Programm: Regeneration und Behandlung von Verletzungen...
 
VOD: Das wievielte internationale große Turnier ist es für Sie?
Johannes Fetzer: Nach Athen 2004 sind es meine 2. Olympischen Spiele. Ansonsten habe ich an verschiedenen WM- und EM-Turnieren sowie der Champions League seit 2000 teilgenommen. Es müssten etwa das 15 große Turniere sein, wobei die Olympischen Spiele ganz klar aus den reinen Einzelsportart-Turnieren herausragen.

VOD: Welche Erwartungen hat das Team? Ist ein Olympiasieg drin?
Johannes Fetzer: Ich denke, wir haben in den letzten 18 Monaten alle sehr intensiv daran gearbeitet, uns zu verbessern. Der Vize-Europameister-Titel vor 6 Wochen war ein Zeichen, dass wir auf einem guten Weg sind. Also ja, ich denke, die Mannschaft ist reif für eine Medaille. Und wenn man erstmal im Halbfinale ist, kann alles passieren, was ich ja schon mehrfach erleben durfte...
 





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