VOD-Nachrichten


16.03.2022

Volksleiden Nr.1: Mit Osteopathie gegen Rückenschmerzen


Rückenschmerzen sind laut zahlreicher Studien Volksleiden Nummer 1 und mindern die Lebensqualität vieler Betroffener deutlich. Laut aktuellem Journal of Health Monitoring der Bundesregierung leiden 61,3 Prozent der Befragten darunter, 15,5 Prozent chronisch.
Über 40 Prozent der Krankheitstage gehen auf das Konto von Rückenschmerzen – für die Betroffenen und für viele Arbeitgeber doppelt schlimm.
 
Osteopathie kann nachweislich eine Hilfe zur Prävention, gegen bestehende Rückenschmerzen und zur Wiedereingliederung sein – darauf macht der Verband der Osteopathen Deutschland anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März aufmerksam.
Viele Betroffene leiden mitunter jahrelang unter Schmerzen, Einschränkungen im Alltag und Verlust der Lebensqualität. Gerade in Zeiten von Home-Office und durch Bewegungsmangel bekommt das Thema zusätzliche Aktualität.

Chronische Rückenschmerzen gehören in Deutschland seit langem zu den größten Gesundheitsproblemen. Sie sind in erheblichem Umfang für medizinische und soziale Leistungen verantwortlich und verursachen so enorme gesamtwirtschaftliche Kosten, urteilt auch das am Monitoring beteiligte Robert-Koch-Institut.

Rückenschmerzen können dabei verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten sind es Fehlbelastungen, Schädigungen oder Erkrankungen, die Knochen, Gelenke, Bindegewebe, Muskeln oder Nerven betreffen und Rückenschmerzen auslösen. Liegt den Schmerzen eine medizinisch eindeutige Ursache zugrunde, ist von spezifischen Rückenschmerzen die Rede. Von unspezifischen Rückenschmerzen wird hingegen gesprochen, wenn es keine eindeutigen Hinweise auf eine spezifische Ursache gibt. Nichtspezifische Rückenschmerzen kommen weitaus häufiger vor als spezifische Rückenschmerzen.

Dass Osteopathie bei unspezifischen Rückenschmerzen hilft, beweist eine große Übersichtsstudie, die im September 2014 im renommierten englischen Fachjournal BMC Musculoskeletal Disorders erschien und statistisch signifikante, klinisch relevante Erfolge aufzeigen kann. Die Studie des Osteopathen und VOD-Mitglieds Helge Franke sowie der Kollegen Gary Fryer und Jan-David Franke ging der Frage nach, wie wirksam die osteopathische Behandlung bei erwachsenen Patienten mit unspezifischem Rückenschmerz ist. Gemessen wurde der Erfolg an der Schmerzabnahme und daran, ob Patienten Alltagsverrichtungen ohne Einschränkungen ausüben zu können. Zudem wurde erfasst, ob es bei der osteopathischen Behandlung zu Nebenwirkungen kam.
Die Ergebnisse der Übersichtsstudie sind eindeutig, statistisch signifikant und klinisch relevant: Osteopathische Behandlungen verringern den Schmerz und verbessern die Fähigkeit, alltägliche Arbeiten auszuführen. Besonders erfreulich: Keine der Studien berichtete über Nebenwirkungen bei der osteopathischen Behandlung.
 
Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz deckt Osteopathie Zusammenhänge auf und kann so helfen, Schmerzen im Vorfeld zu verhindern, zu lindern oder zu beheben. Behandelt man symptombezogen nur die Beschwerden und nicht deren Ursachen, kehren die Rückenschmerzen immer wieder zurück. Die Osteopathie forscht nach den Ursachen von Beschwerden – und diese können weit von der Wirbelsäule entfernt liegen, weswegen Osteopathen stets den gesamten Körper des Patienten untersuchen. Dabei verwenden sie ausschließlich ihre Hände. Mit ihnen können Osteopathen Spannungen im Gewebe folgen.






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