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Fortbildungsveranstaltungen

  


22.03.2019   bis 24.03.2019

Osteopathische Behandlung der Körpersäfte 2/3


Visceraler Weg



Ziel der Seminarreihe ist es, die komplex zusammenspielenden Zusammenhänge zwischen dem parietalen, viszeralen und kranialen System in Bezug auf das Fließverhalten von Blut, Lymphe und Liquor im Organismus aufzuzeigen. Dieser humorale Ansatz aus der Praxis für die Praxis vermag das Indikationsspektrum der osteopathischen Intervention signifikant zu erweitern. Modul II: Viszeraler Weg: Untersuchung und Diagnostik der Viszera in Bezug zur Atmung und Blutzirkulation. Die Arterien als Haltestrukturen. Asymmetrische Dynamik der Zwerchfell- Mobilität. Viszeroparietale Techniken. Parietoviszerale Techniken. Inhalt: Quaternio, Lat. die Vierheit ist ein alter Begriff, der von C.G.Jung wieder in die Moderne für sein psychologisches Modell aufgegriffen wurde. Der Begriff beinhaltet den tradierten humoralpathologischen Ansatz der vier Elemente, ist demnach ganz in die antike Viersäfte-Lehre eines Empedokles, Hippokrates oder Galens verwurzelt. Der fluidale Organismus mit seinen verschiedenen aus dem Urmesenchym entspringenden Säften, wie z.B. Blut, Lymphe oder Liquor gehört zu jenen Bestandteilen im Körper, die in der Osteopathie unbedingt von jeglicher Art obstruktiver Pathologie befreit bzw. gelöst werden müssen. A. Stills Aufruf den "Gesetzen der Arterien" als oberstes therapeutisches Prinzip für die osteopathische Intervention anzusehen, hat bis heute nichts an ihre Gültigkeit verloren. Der Weg hierzu stellt sich dennoch als nicht einfach dar, weil der Versuch dies zu begreifen und auch in die Praxis umzusetzen die Eingliederung von parietalen, viszeralen und kraniosakralen Zusammenhängen in ein größeres System erfordert, der sie zutiefst miteinander verbindet. Dieses System wird in den Faszien vermutet, aber es ist mehr als System der mesodermalen Mitte zu betrachten. Hierhin spielt die histangiologische Einheit von Bindegewebe, Blut und Gefäßen die Hauptrolle. Faszien gehören zum Bindegewebe, stellen aber lediglich ein, wenn auch so wichtiges funktionales Teil desselben. Das Verbindende ist das, was den Zwischenraum, den Mesoraum, den mittleren Raum zwischen allen Strukturen ausmacht. Raum darf nicht ohne das, was ihm die Wandlung seiner Zeitgestalten ermöglicht, betrachtet werden. Das ist Rhythmus, Pulsation, Schwingung und physiologische Asymmetrie. Die Organisation und Regulation der mesodermalen Mitte folgt Rhythmen, wie z.B. zirkadianen, ultradianen Rhythmen. Ihre parietale Aufhängung ist zutiefst asymmetrischer Natur (wie die Verteilungswege des Vegetativums oder des Lymphsystems). Die neurovegetative Regulation vom arteriellen und venolymphatischem System kann ohne ein Verständnis der Organisation vom Sympathikus (auch zum Teil vom Parasympathikus) im Organismus nicht therapeutisch verwirklich werden. Die sehr komplexen Funktionsvorgänge des sympathischen Nevensystems lassen sich nicht alleine aus der Anatomie ableiten. Der Sympathikus weist eine eigene ultradiane asymmetrische Rhythmik auf, die in der Nasalmukosa als Nasenzyklus wahrnehmbar und erfahrbar gemacht werden kann. Eine direkte Einflussnahme auf den Sympathikus, seine Modulation geht mit einer asymmetrischen Veränderung der Luftströmung in beiden Nasenlöchern einher. Der Referent wird auf diesen fundamental wichtigen Zusammenhang eingehen. Die Methode, die er vorstellen wird, sollte vom Osteopathen empfindend nachvollzogen werden. Erst diese Sensibilisierung für ein solches Phänomen eröffnet neue Räume der Körperwahrnehmung. Diese leiten den Osteopathen zum Bereich des subtle body im Körper ein. Der subtle Body erfährt seine Entsprechung im Begriff der vegetativen "Tiefenperson" von F. Kraus, ein deutscher Physiologe, der für Wilhelm Reich eine wichtige Referenz für die Entwicklung seiner Orgon-Therapie wurde. Durch Reich wurden die späteren Entwicklungswege zur heutigen Körperpsychotherapie freigelegt. C. G. Jungs Begriff des subtle body fehlte völlig diesen physiologischen Zusammenhang. Den gab es seit eher im Osten mit dem taoistischen Chi - oder zum vedischen Pranabegriff. Der Referent bezeichnet den Umlauf des subtle body im Organismus als wahrnehmbare Strömung als "Atmung der Faszien". Die Erfahrung vom subtle body bedeutet einen Durchbruch für die osteopathische Heilkunde. Durch den direkten Einfluss auf die Durchblutung und Durchgängigkeit der Körperfaszien ergeben sich neue Perspektiven für die Behandlung multipler Dysfunktionen im Organismus. Solche Dysfunktionen betreffen insbesondere mannigfaltige Veränderungen der von Blut und Lymphe versorgten Körpergewebe. Aber nicht nur auf somatische Aspekte. Da der subtle body die fluidale Einheit zwischen denn Grob- und dem Feinstofflichen., dem Soma und der Psyche beim Menschen darstellt, wird der Referent immer wieder auf diese funktionale Bezüge in den drei Seminaren eingehen. Im Seminarpreis sind die Seminarunterlagen, die Seminarverpflegung (ohne Mittagspause) und der Download des Seminarvideos enthalten. Die Seminarzeiten: Freitag: 13:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr Samstag: 8:30 Uhr bis ca. 13:00 Uhr 14:30 Uhr bis ca. 18:00 Uhr Sonntag: 8:30 Uhr bis ca. 14:00 Uhr Die Seminarzeiten können in Absprache Dozent/Teilnehmer individuell angepasst werden.

Kosten : 435,00 Euro


Ort der Veranstaltung :
Markgräfliches Schloss Bad Alexandersbad
Am Kurpark 1
95680 Bad Alexandersbad

Referent/in Victor Robert, Georg Schöner D.O. B.Sc.

Voraussetzung: Abgeschlossene Osteopathieausbildung

Anmeldung:
Freie Akademie für Osteopathie
Am Kurpark 1
95680 Bad Alexandersbad
Tel. 09232/1838185
E-Mail info@fafo-osteo.de
Internet www.fafo-osteo.de



Link: www.osteopathie.de/f2847



Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
Untere Albrechtstr. 15 - D-65185 Wiesbaden
Tel. 0611 5808975 0 - Fax 0611 5808975 17
Email info@osteopathie.de - www.osteopathie.de