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Erste Ergebnisse beim 21. Osteopathiekongress

Interview mit Florian Schwerla MSc, DO, Leiter der bisher größten bundesweiten Osteopathie-Säuglingsstudie
 
Die Akademie für Osteopathie (AFO) und des Deutschen Instituts für Gesundheitsforschung Bad Elster (DIG) haben im Februar 2017 mit einer großen wissenschaftlichen Säuglingsstudie begonnen, an der Osteopathen aus ganz Deutschland teilnehmen. Ziel der Studie ist es, die folgenden Fragen zu beantworten: Was sind die wichtigsten Gesundheitsstörungen, mit denen sich Eltern von Säuglingen an eine kinderosteopathische Praxis wenden? Welche Ergebnisse lassen sich beobachten und welche Gefahren für das Kind sind mit einer osteopathischen Behandlung assoziiert? Eine Umfrage vorab ergab folgende typische Gesundheitsstörungen: Säuglingsasymmetrie, Schlafstörungen, Fütterungsstörungen, Plagiozephalie (abgeflachter Hinterkopf) und exzessives Schreien.
Florian Schwerla MSc, DO von der AFO leitet die vom Verband der Osteopathen Deutschland e. V. (VOD) finanziell unterstützte Studie.
 
VOD: Herr Schwerla, beim 21. Internationalen Osteopathiekongress in Bad Nauheim stellen Sie exklusiv am 7. Oktober um 8.30 Uhr erste Studienergebnisse vor. Was können Sie zum heutigen Zeitpunkt schon über den Studienverlauf sagen?
 
Florian Schwerla: Die Bereitschaft der angeschriebenen Osteopathen, sich an der Studie zu beteiligen, war unerwartet hoch (Responserate 19%). Die geplante Zahl von mindestens 500 behandelten Säuglingen wurden um das Dreifache überschritten. Das heißt für uns, dass die Thematik der Studie viele Osteopathen ansprach und sie zur Evidenz etwas beitragen wollten.
 
VOD: Wie viele osteopathisch behandelte Säuglinge wollen Sie mindestens bis zum Studienende am 31. Oktober in die Studie aufnehmen?
 
Florian Schwerla: Bis zum Ende der Rekrutierungszeit im Februar 18 hatten 230 Praxen mit ca. 1700 Säuglingen zugesagt, sich an der Studie zu beteiligen. Natürlich gab es im Laufe der Studie einige Absagen. Bis jetzt haben wir ca. 850 Säuglinge erfasst, wir hoffen jedoch, bis zum Studienende ca. 1200 bis 1300 Säuglinge auswerten zu können.
 
VOD: Was ist das Besondere an dieser Erhebung?
 
Florian Schwerla: Bei dieser Studie handelt es sich um eine sogenannte Beobachtungsstudie. Derartige Studien können – im Gegensatz zu randomisierten Studien – nur begrenze Aussagen zur Wirksamkeit liefern. Allerdings, je größer die Zahl der teilnehmenden Patienten ist, desto besser und aussagefähiger sind die Ergebnisse. Wir wollten auch dem in den Medien immer wieder erhobenen Vorwurf, Osteopathie schade den Säuglingen, nachgehen.  Bis heute ist keine einzige unerwünschte schädigende Nebenwirkung aufgetreten.
 
VOD: Warum sollten sich Osteopathen beim VOD-Kongress anmelden, um als erste von den Vorab-Ergebnissen zu erfahren?
 
Florian Schwerla: Ich denke, für alle Osteopathen, die Kinder und Säuglinge behandeln, ist es wichtig, konkrete Ergebnisse zu erfahren und damit Argumente zu erhalten, was die osteopathische Behandlung von Säuglingen im ersten Lebensjahr bei den am häufigsten auftretenden Gesundheitsstörungen bewirken kann.
 
VOD: Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für die Studie!







Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
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