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VOD-Nachrichten


09.08.2018

Vortrag auf VOD-Kongress: „Was ist Osteopathie?“ – Arbeitsmodell als konkrete Philosophie / Interview mit Christian Fossum DO



Er ist außerordentlicher Professor und war Leiter der osteopathischen Studien am Norwegian University College of Health Sciences in Oslo, zuvor an der European School of Osteopathy Maidstone (GB), am Kirksville College of Osteopathic Medicine (USA) und dem A.T. Still Research Institute Kirksville (USA) tätig: Christian Fossum DO. Der VOD freut sich, den Norweger zum 21. Internationalen Osteopathie-Kongress vom 05. bis 07. Oktober 2018 in Bad Nauheim begrüßen zu dürfen. In einem Interview verrät der Osteopath, der internationale Lehraufträge erfüllt und unzählige Buchkapitel und Artikel in Fachzeitschriften über osteopathische Prinzipien und Praktiken geschrieben hat, mehr über seinen Vortrag und Workshop.
Vortrag auf VOD-Kongress: „Was ist Osteopathie?“ - Arbeitsmodell als konkrete Philosophie
Interview mit Christian Fossum DO, Norwegian University College of Health Sciences

VOD: Wir freuen uns, Sie nach Ihrem erfolgreichen Auftritt im letzten Jahr auch beim 21. internationalen VOD-Kongress in Bad Nauheim begrüßen zu dürfen!
Worum wird es genau in Ihrem Vortrag „Osteopathy as the principle of adaptation“?
Christian Fossum DO: Vielen Dank für die Einladung zu Ihrem diesjährigen Kongress! Die Zusammenarbeit mit dem VOD und seinen Mitgliedern ist immer wieder eine Freude für mich. Auch die Atmosphäre und der Austausch beim Kongress sind jedes Mal ganz besonders. Ich freue mich, wieder dabei zu sein!

Im Rahmen des Kongressthemas versuche ich die Frage „Was ist Osteopathie“ anzugehen. Ich werde keine Definition der Osteopathie bieten, aber ein Gerüst oder ein Arbeitsmodell präsentieren, das für die osteopathische Praxis als konkrete Philosophie dient und die Auswirkungen auf unseren Beruf aufzeigt.

Ich weiß, dass diese Frage Prof. Fuhrmann sehr am Herzen liegt und wir uns zwar darüber einig sind, dass Osteopathie sehr viel mehr ist, als nur physikalische Manipulation eines biomechanischen Körpers, wir aber gleichzeitig die Osteopathie nicht richtig beschreiben können,weder für uns selbst und unseren Beruf, noch in der Kommunikation mit anderen Gesundheitsexperten, Politikern und politischen Entscheidungsträgern. Ich werde meine Erkenntnisse aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu diesem Thema präsentieren.

VOD: Ihr Workshop „J. Martin Littlejohn bis T.E. Hall: Von ,Long−Lever-Articulatory-Techniken‘ bis zu ,Minimal−Leverage-Thrust- Techniken‘ wird an drei Tagen angeboten. Was können die Teilnehmer erwarten?

Christian Fossum DO: Der Workshop wird sehr praktischer Natur sein. Es wird eine „Tour−de-Force“ der Artikulations- und HVLA-Techniken sein unter Verwendung der von T. Edward Hall, einem der bedeutendsten Techniker unseres Berufes, entwickelten Techniken. Wir werden diese Techniken in einen klinischen Kontext setzen und über ihre physiologischen und therapeutischen Wirkungen auf den Patienten sprechen.

VOD: Sie sind außerordentlicher Professor und waren Leiter der osteopathischen Studien am Norwegian University College of Health Sciences in Oslo. Welche interessanten Phänomene und Studien stehen für Sie derzeit im Fokus?

Christian Fossum DO: Ich habe das Amt des Leiters der osteopathischen Studien an meinen Kollegen Pål Andre Amundsen weitergegeben. Meine Arbeit am Norwegian University College of Health Sciences ist nun die Lehrtätigkeit und Entwicklung. Ich konzentriere mich weiterhin auf das, was schon immer meine Leidenschaft war: Die Tradition der Osteopathie in Theorie, Herangehensweise, als Beruf und wie unser Verständnis dafür an der Schnittstelle von moderner Forschung und der Erweiterung der Gesundheitsfürsorge verbessert und gefördert werden kann. Also zusammengefasst: „Tradition mit Weitblick".
VOD: Herr Fossum, Sie bringen zum 21. VOD-Kongress eine Kollegin und einen Kollegen als Referenten und Workshop-Leiter mit. Verraten Sie uns bitte, um wen es sich handelt und was die beiden auszeichnet?

Christian Fossum DO: Dieses Jahr werde ich von zwei sehr begabten Kollegen begleitet: Pål Andre Amundsen und Caroline K. Fjeldstrøm.
Pål Andre leitet am Norwegian University College of Health Sciences die Osteopathic Studies. Er ist sehr sachkundig und hat die enorme Fähigkeit, moderne Schmerzwissenschaften und evidenzbasierte Ansätze mit traditioneller Osteopathie zu verbinden.
Er hat einen sehr ausgewogenen Ansatz, der klinisch-relevant und gleichzeitig modern und informativ ist. Dies kombiniert er in seinen Vorträgen mit Geist und trockenem Humor.

Caroline und ich geben seit zwei Jahren Kurse auf der ganzen Welt. Sie hat mich sehr beindruckt mit ihrer Kreativität, Sachkenntnis und mit welcher Genauigkeit sie Techniken vorführt. Sie ist sehr ausgeglichen, sachlich und gut vorbereitet. Ich freue mich, dass sie auch in Bad Nauheim sein wird, denn obwohl die Osteopathie historisch gesehen viele einflussreiche Frauen in ihren Reihen hatte, scheinen sie auf Kongressen als Dozenten etwas unterrepräsentiert zu sein.

VOD: Wie würden Sie die Situation für Osteopathen in Norwegen beschreiben?

Christian Fossum DO: Der Beruf des Osteopathen ist immer noch nicht staatlich geregelt. Der Verband arbeitet weiter an einer rechtlichen Anerkennung und wir hoffen, dass die Tatsache, dass Dänemark vor kurzem die Osteopathie anerkannt hat, auch auf Norwegen einen positiven Einfluss haben wird.

VOD: Vielen Dank für das Interview! Wir freuen uns auf Sie in Bad Nauheim!

Link: https://www.osteopathie.de/n1533823500



Verband der Osteopathen Deutschland e.V. (VOD e.V.)
Untere Albrechtstr. 15 - D-65185 Wiesbaden
Tel. 0611 5808975 0 - Fax 0611 5808975 17
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