VOD-Nachrichten


30.07.2019

„It’s time to honor the feminine part in each of us“


Interview mit Bruno Ducoux, Osteopath aus Frankreich und Workshop-Leiter in Bad Nauheim

VOD: Bruno, es ist großartig, Sie im Oktober als Workshop-Leiter bei unserem VOD-Kongress in Bad Nauheim begrüßen zu dürfen! Ihr Workshop „Polarity in Osteopathy“ wird an drei Tagen angeboten. Worum geht es darin?
Bruno Ducoux: Seit A.T. Still verknüpft die traditionelle Osteopathie das Leben immer mit der Materie durch Bewegung. Heute eröffnen Wissenschaft und Philosophie eine globalere Wahrnehmung dessen, was Osteopathie bedeutet. Es ist, als ob ein neues Verständnis der Realität hinter einem Schleier entsteht. 2017 erforschten wir während des Workshops die fünfte Dimension der Osteopathie: Aus dem dreidimensionalen biomechanischen Modell als Grundlage korreliert die vierte Dimension mit dem gegenwärtigen Moment und der somato-sensorischen Integration. Dann entsteht aus der sich auf das Herz konzentrierenden dynamischen Stille eine subjektive fünfte Dimension. In diesem Jahr möchte ich herausfinden, in wieweit Polarität notwendig ist, um diese fünfte Dimension als Schnittstelle und Tor zur Gesundheit zu erforschen. Lange Zeit wurde der weibliche Einfluss verweigert. Frauen waren aber von Anfang an der Osteopathie beteiligt. Es ist Zeit, einige von ihnen zu ehren und die weibliche Seite in jedem von uns zu erkennen. Wir werden während des Workshops üben, Wahrnehmungen an diesem ausgewogenen Ort auf sich selbst und andere in einem Lebensfeld anzuwenden.

VOD: Warum sollten Osteopathen/innen an den Workshops teilnehmen?

Bruno Ducoux: Wenn wir versuchen, unsere maskulinen und femininen Seiten herausfinden, entdecken wir ungeahnte Schätze und entwickeln uns weiter in der Wahrnehmung der Osteopathie als Ganzes.

VOD: Sie arbeiten seit 1984 in einer privaten Praxis in Bordeaux insbesondere mit Säuglingen und Kindern und seit 2002 zusätzlich in einer Praxis auf der Entbindungsstation der „Clinique Saint Martin“ in Pessac, nahe Bordeaux. Warum lieben Sie die Arbeit mit jungen Patienten?

Bruno Ducoux: Seit 1978 praktizierte ich als Physiotherapeut die Osteopathie, seit 1984 als anerkannter Osteopath. Seit der ersten Schwangerschaft meiner Frau Sylvie 1981 ist mein Interesse an Babys immer weitergewachsen. Mittlerweile bin ich Großvater und es wächst immer noch. Es ist so wichtig für unsere Zivilisation, Babys vor der Geburt zu lieben und ihnen zu helfen, auf ihrem eigenen Weg zu wachsen. Neue Babys haben die Software für die neue Welt, in der wir leben, bereits in sich. Ich sehe die Osteopathie als ein starkes ökologisches Instrument, das von Anfang an soziale Verbindungen zwischen Menschen schafft.

VOD: Sie sind bereits auf vielen VOD-Kongressen gewesen. Was gefällt Ihnen dort am meisten und warum ist es wichtig für Osteopathen/innen daran teilzunehmen?

Bruno Ducoux: Ich bin immer wieder gern in dieser osteopathischen Gemeinschaft des VOD. Wir lernen so viel voneinander, begegnen uns, teilen unsere Träume! Die VOD-Organisation ist sehr effektiv, und vor allem Marina und Ulrike sind immer mit dem Herzen dabei. Sie gehören zu den Osteopathinnen, die wir ehren müssen. Vielen Dank für den Austausch mit der internationalen Gemeinschaft der traditionellen Osteopathie!

VOD: Vielen Dank für das Interview! Wir sehen und vom 4. bis 6. Oktober in Bad Nauheim!




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