VOD-Nachrichten


01.10.2010

Wissenschaft im Blickpunkt


Ganz der Wissenschaft und Philosophie war der erste Tag des 13. Internationalen Kongresses des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. in Hamburg gewidmet. Im Gebäude „Campus Lehre“ auf dem Gelände des Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE)  präsentierten 14 Osteopathen ihre wissenschaftliche Studien vor Vertretern der Akademie für Osteopathie (AFO). Systematische Literaturübersichten, Prä-Post-Pilotstudien, ein Survey, randomisiert-kontrollierte Studien und eine anatomische Grundlagenstudie zu osteopathisch interessanten Themengebieten wurden vorgestellt. Die Osteopathen werden dafür mit der Qualtätsmarke D.O.® des VOD ausgezeichnet.

Die mittags beginnende Vortragsreihe eröffnete Prof. Dr. Martin Pöttner aus Heidelberg mit dem Thema „Wissenschaft, Philosophie, Praxis und Alltagserfahrung in der klassischen Osteopathie im Kontext ihrer Entstehungszeit“. Dabei belegte der Übersetzer zahlreicher Texte der Klassischen Osteopathie, dass die osteopathische Theorie aus der Praxis entstand und, geprägt von ihr, in der Praxis überprüft wird. Besonderen Wert legte Prof. Dr. Martin Pöttner darauf, mithilfe der reflektierten und klaren Auffassung des Osteopathen John Martin Littlejohns auch den Begriff der Lebenskraft zu klären, der vielen wissenschaftlichen Positionen damals und heute zu widersprechen scheint.

Einen Werkstattbericht über die Entstehung des Curriculums zum grundständigen Studiengang „Bachelor of Science in Osteopathie“ gab Prof. Bernhard Meyer von der evangelischen Fachhochschule Darmstadt als Experte für die Akademisierung der Osteopathie. Gemeinsam mit einer Gruppe erfahrener Osteopathen hatte Prof. Meyer im Auftrag des VOD ein Jahr in die Entwicklung investiert. Er stellte das 22 Module umfassende, achtsemestrige Curriculum vor, das im kommenden Jahr als Vollzeitstudiengang an einer deutschen Fachhochschule etabliert werden soll.

Zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen hatte Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch, D.O. h.c., im Gepäck. Der Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Gesundheitsforschung in Bad Elster wies auf Studien der Akademie für Osteopathie (AFO) hin, die Erfolge der Osteopathie bei der Behandlung von Tinnitus, chronischer Rhinosinusitis, Schulterschmerz, dem Reizdarmsyndrom sowie für eine verkürzte und weniger schmerzhafte Geburt aufweisen können.

Last but not least machte Rene J. Mc Govern Ph.D, Professorin für klinische Psychologie an der Argosy University in Phoenix, eine Bestandsaufnahme über die „Forschung in der Osteopathie in den Vereinigten Staaten“. Sie stellte einige Studien vor und hob hervor, dass emotionale und Beziehungsaspekte in der amerikanischen Forschung nicht ausreichend berücksichtigt würden. In einer angeregten Diskussionsrunde gingen die Referenten auf Fragen aus dem Publikum ein.







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