VOD-Nachrichten


20.04.2019

Osteopathic Healthcare
REGAIN YOUR BODY’S BALANCE


Gute Gesundheit ist ein Gleichgewicht zwischen allen Körpersystemen. Osteopathie kann Ihnen helfen, dieses Gleichgewicht zu erhalten oder wiederzuerlangen.

„Helping Hands“: Osteopathie in Ägypten, Indien und auf der Palliativstation

In der sogenannten Sekem-Initiative in Ägypten war Michaela Kalz aus Karlsruhe vor einigen Jahren ehrenamtlich osteopathisch und homöopathisch tätig. „Nach Sekem sind viele deutsche Idealisten und Idealistinnen in den 1970er und 1980er Jahren gekommen, um für ein sehr geringes Gehalt mitzuhelfen, eine der größten Plantagen der Welt, die nach biologisch-dynamischen Prinzipien Landwirtschaft betreibt, aufzubauen“, erklärt sie. Der Gründer dieser Initiative, Prof. Dr. Ibrahim Abouleish, der dafür auch den Nobelpreis bekam, ist 2017 verstorben. 

„2002 lernte ich den Architekten Winfried Reindl kennen, der jedes Haus und jedes andere Gebäude, das in Sekem errichtet wurde, geplant hat. Er gehörte zu den engsten Freunden von Ibrahim Abouleish. Ich war sehr fasziniert von der einzigartigen Bauweise und seinem unermüdlichen Einsatz und Engagement für die Sekem-Initiative“, so Michaela Kalz. 2006 lud er sie ein, ihn auf seiner Dienstreise nach Sekem zu begleiten. Er wünschte sich, dass sein Freund von ihr behandelt wird.  
„2007 bin ich dann allein nach Sekem geflogen. Dort habe ich in dem von Ibrahim Abouleish errichteten Medical Center die in Sekem ansässigen Menschen, die der osteopathischen Behandlung bedurften, versorgt.“ Flug, Kost und Logi waren kostenfrei. „Meine Erkenntnisse und Erfahrungen, die ich in dieser Zeit machen durfte, beziehen sich auf die Wirkungsweise der Osteopathie. Weil diese Menschen einen sehr guten Zugang zu ihrem Gefühlsleben hatten und auch zu sehr differenzierten Gefühlen fähig sind, wirkt die Behandlung sehr schnell und sehr gut. Diese Beobachtung wird vom Entwickler der homöopathischen Lehre unterstützt, der feststellte, dass der Mensch umso gesünder lebt, je gesünder seine seelische Verfassung ist.“
Gleich in zwei Bereichen war die Osteopathin Eva Glock Tschimmel ehrenamtlich aktiv: in Indien in einem Medical Center eines Ashrams, wo sie Frauen und Kinder aus den umliegenden Dörfern kostenlos behandelt hat, und in Deutschland auf einer Palliativstation, wo sie sterbenskranken Menschen Schmerzlinderung, Hilfe beim Loslassen und bei der Überwindung von Ängsten gewährt hat. „Beides stellte sich als eine wunderbare lohnende Arbeit dar“, so das VOD-Mitglied.
Im indischen Ort Penukonda findet seit fünf Jahren zu Ehren des Ashram-Gründers Sri Kaleshwar ein Medical Camp statt. Verschiedene Ärzte, Hörgeräte-Akustiker, Akupunkteure und Eva Glock Tschimmel als Osteopathin wurden hier tätig. „Natürlich muss man Abstriche machen, denn man hat ja nur die Chance auf das JETZT, also eine einmalige Behandlung, bei der der Fokus auf dem dringend Vorrangigen liegen muss“, schränkt die Landshuterin ein, die hauptsächlich Frauen und Kinder behandelt hat. „Viele dieser Frauen haben Blockierungen des Iliosakralgelenkes durch einen Sturz auf nassen Steinen oder durch Geburten“, so Eva Glock-Tschimmel. Da Inder häufig im Schneidersitz auf dem Boden sitzen, seien sie dabei durch die Blockaden ebenso wie beim Aufstehen, Hinsetzen und bei den täglichen Arbeiten eingeschränkt. „Viele dieser Menschen haben diese Probleme schon seit mehreren Jahren, da es keine Behandlungen gibt. Da konnte ich schnell helfen“. Ein anderes großes Problem seien Kaiserschnittnarben. „Sie sind immens groß, völlig verwachsen und nicht verschieblich mit den darunter liegenden Geweben, sodass der Unterleib wie abgeschnitten ist. Die Beine sind oft dick, die Lymphe kann nicht abfließen, die Frauen haben Beschwerden beim Wasserlassen, bei der Bewegung überhaupt und beim intimen Zusammensein.“ Babys und Kleinkinder hätten dieselben Probleme wie in Deutschland: „Kiss Syndrom, blockierte erste Rippen, Kopfgelenk-Blockierungen, Schädeldeformitäten, Blähungen und Schlafstörungen.“ Erstaunlicherweise seien die Menschen in Indien es nicht gewöhnt, angefasst zu werden oder sich auszuziehen. „Es bedarf einiger Überredung, sie zum Lockern der Sari-Schnürung zu bewegen. Auch sind die Menschen sehr schmerzempfindlich, trotz wirklich sanftester Berührungen“, so Eva Glock-Tschimmel. Es helfe ihnen sehr, wenn ihr bevorzugter Heiliger ihnen zur Seite steht…  

Die Arbeit auf einer Palliativstation in Deutschland ist der zweite ehrenamtliche Bereich, in dem Eva Glock-Tschimmel tätig ist. Hier setzt sie auf die Biodynamische Osteopathie nach Jim Jealous. „Bei den meisten geht es darum, Schmerzen ein wenig zu lindern und ihnen zu helfen, in der verbleibenden Zeit Lebensqualität hinzuzugewinnen. Hilfe beim Loslassen, beim Ängste bewältigen beim Übergang vom Leben zum Tod zu ermöglichen ...all dies auf einer feinstofflichen fluidalen Ebene.“ Auch wenn dies eine fast nicht sichtbare Arbeit sei und die Erkrankten oft schon nicht mehr sprechen können, sei es doch festzustellen gewesen, dass sie ruhiger und friedvoller waren oder leichter sterben durften, hat die Osteopathin festgestellt. „Auch die biodynamische Arbeit ist hier  nicht immer einfach, denn durch die vielen Medikamente und Schmerzmittel ist quasi eine Wolke um den Menschen, die es erst mal zu überwinden gilt“, sagt Eva Glock-Tschimmel.

Helping hands



Unter dem Motto „Helping hands - Osteopathen engagieren sich“ stellt der Verband der Osteopathen Deutschland anlässlich der International Osteopathic Health Care Week vielfältiges freiwilliges osteopathisches Engagement vor. Wir präsentieren vom 14. bis 20. April 2019 täglich ehrenamtliche Aktivitäten unsere Mitglieder auf unserer Website www.osteopathie.de, bei facebook und Twitter .










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