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24.11.2021

Jubiläum: Osteopathie vor 125 Jahren erstmals gesetzlich anerkannt


Die Osteopathie feiert Jubiläum: Vor 125 Jahren war Vermont der weltweit erste Staat, in dem die Osteopathie gesetzlich anerkannt wurde. Der US-Bundesstaat verabschiedete am 24. November 1896 ein Gesetz zur Legalisierung der Osteopathie – überraschenderweise noch vor Missouri, dem Heimatstaat des Osteopathie-Begründers Dr. Andrew Taylor Still. Der freute sich ungemein über die Anerkennung; seine Schule in Kirksville, die American School of Osteopathy, hatte zu dieser Zeit bereits einen hohen Bekanntheitsgrad in den USA und darüber hinaus erlangt. Unzählige Patienten kamen von weit her, warteten jeden Tag in den Straßen von Kirksville auf die Behandlung von Dr. Still und seinen Studenten.

Einer dieser Studenten war durch seine Behandlungserfolge maßgeblich an der Anerkennung der Osteopathie im Staat Vermont beteiligt: George Helmer hatte 1895 einen Kleidungsproduzenten aus Chelsea/Vermont zunächst in Kirksville und auf dessen Bitte auch in Chelsea erfolgreich osteopathisch behandelt. Nachdem auch die von George Helmer parallel behandelten anderen Patienten ein Jahr später beschwerdefrei waren (unter anderem der von seinem Asthma befreite Sohn eines Beamten), erfolgte bei einem weiteren Besuch Helmers im Juni 1896 ein regelrechter Patientenansturm in Chelsea. Besorgte Ärzte versuchten, einen Staatsanwalt davon überzeugen, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugehe. Dieser stellte jedoch das Gegenteil fest und forderte die Gemeinde zur Unterstützung der Osteopathie auf. Die Ärzteschaft reagierte wiederum mit einem Gesetzesentwurf über ein Verbot der Osteopathie, das umgangen werden konnte. Durch einen weiteren prominenten Patienten, den ehemaligen Gouverneur William Dillingham, wurde im Gegenzug ein Gesetzesentwurf zur Legalisierung der Osteopathie vorgelegt. Am 24. November 1896 verabschiedeten Repräsentantenhaus und Senat von Vermont das Gesetz. Von da an war es Osteopathen legal möglich zu praktizieren.

Als diese Neuigkeiten in Kirksville bekannt wurden, brachen spontane Feiern in der Stadt aus. Studenten, Patienten und Einwohner versammelten sich in der Memorial Hall, um eine philosophische Rede von A.T. Still zu hören.

Am 15. Februar 1897 folgte die Anerkennung der Osteopathie im Staat North Dakota und am 4. März 1897 in Missouri – was in Kirksville mit einem eigens ausgerufenen „Festtag“ groß gefeiert wurde.






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