VOD-Nachrichten


18.10.2022

Neues Forschungskonzept der Akademie für Osteopathie (AFO) erleichtert Erstellung von Studien


Klinische Studien sind entscheidend, um etwas zur osteopathischen Forschung beizutragen. Seit ihrer Gründung im Jahre 2002 war es ein besonderes Ziel der Akademie für Osteopathie (AFO) e.V., die osteopathische Forschung zu fördern. Unter der Supervision der AFO wurden bis heute 71 randomisiert-kontrollierte Studien erstellt, neun von ihnen in Medline-gelisteten Journalen veröffentlicht und 26 bei internationalen Kongressen präsentiert.
Im Anschluss an die Präsentation vor einer AFO-Jury erhalten die Ersteller der so genannten D.O.-Thesen vom Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. die Marke D.O. als Zeichen für ihre erfolgreiche wissenschaftliche Arbeit.

Für Osteopathinnen und Osteopathen sind derlei wissenschaftliche Studien allerdings ein großer zeitlicher, finanzieller und fachlicher Aufwand. Die Folge: Die Bereitschaft zur Teilnahme nahm ab, weniger Studien wurden angefertigt. 

Um die Zahl der Studien zur Wirksamkeit der Osteopathie mit belastbaren Ergebnissen zu erhöhen, hat die AFO ein neues Konzept für klinische Studien erarbeitet. Von nun an erstellen Interessierte keine komplette wissenschaftliche Arbeit mehr, sondern betten ihre klinische Arbeit und Erfahrung in einen wissenschaftlichen Rahmen ein, der von einer Expertengruppe der AFO bestimmt und erarbeitet wird. Die Studienautoren erlernen praktisch das Verständnis für diesen Rahmen, müssen ihn aber nicht mehr vollumfänglich erstellen. Ein Berater der AFO bereitet künftig das Studienprotokoll vor. Bereits im Vorfeld wird die Publikation in einem renommierten Journal vorgesehen. „Es ist geplant, D.O.-Thesen für Beschwerdebilder zu erstellen, in denen es schon Studien gibt und die für die Osteopathie von besonderer Bedeutung sind“, so AFO-Vorsitzender Florian Schwerla D.O. Die Aufgabe der Studiengruppe ist die klinische Arbeit, das heißt die Durchführung der Patientenbehandlung einschließlich der Dokumentation der Ergebnisse. „Um erhöhte Fallzahlen und damit eine wissenschaftlich relevantere Aussagekraft einer Studie zu erreichen, kann die Studiengruppe aus bis zu fünf Personen bestehen“, erklärt der AFO-Vorsitzende.

Die Finanzierung der externen Berater der AFO sowie der Studienversicherungen, der statistischen Berechnungen etc. muss gesichert sein. Pro Studie nach diesem neuen Modell werden zwischen
15.000 und 20.000 € an Kosten veranschlagt. Dank der bisherigen und künftigen finanziellen Unterstützung des VOD als größtem Berufsverband kann die AFO diesen Weg beschreiten. „Osteopathische Forschung, Wissenschaft und Evidenz sind dem VOD seit seiner Gründung wichtig. Aus diesem Grund unterstützen wir hier nach Kräften und mit großem Engagement Forschungsprojekte, Studien und den wissenschaftlichen Diskurs“, unterstreicht VOD-Vorsitzende Prof. Marina Fuhrmann D.O.
 
Derzeit sind folgende Themen für randomisiert-kontrollierte Studien in Arbeit:
  • Osteopathische Behandlung von Patienten mit episodischer Migräne
  • Osteopathische Behandlung von Säuglingen mit infantiler Kolik/exzessivem Schreien.
  • Osteopathische Behandlung von Patienten mit somatoformen autonomen Funktionsstörungen des Herz-Kreislauf-Systems
  • Osteopathische Behandlung von Frauen mit primärer Dysmenorrhoe
Interessenten zur Teilnahme an zukünftigen Studien können sich bei der AFO unter info@osteopathie-akademie.de melden.






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