
Mit dem Start der Olympischen Winterspiele am 6. Februar richtet sich der Blick der Sportwelt erneut auf Höchstleistungen, Präzision und körperliche Belastbarkeit. Ohne moderne Sportmedizin wäre ein solches Leistungsniveau heute kaum denkbar – und auch die Osteopathie spielt im Spitzensport seit Jahren eine immer größere Rolle.
Einer der bekanntesten Vertreter dieses Bereichs ist Martin Auracher, Osteopath und langjähriges Mitglied des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. Als Gründer des OsteoZentrums Schliersee betreut er seit rund zwei Jahrzehnten Spitzenathletinnen und -athleten aus dem In- und Ausland.
Neue Herausforderungen im Leistungssport
Im Interview mit dem VOD betont Auracher, dass sich die Anforderungen im Spitzensport in den vergangenen Jahren deutlich verändert haben. Athletinnen und Athleten bleiben heute oft deutlich länger auf höchstem Leistungsniveau aktiv. „Wir sehen zunehmend Leistungssportler um die 40 Jahre“, so Auracher. Mit der Dauer der sportlichen Karriere nehme jedoch auch die Zahl durchgemachter Verletzungen zu – mit langfristigen Auswirkungen auf Gelenke, Faszien, Organe und das zentrale Nervensystem.
Für die osteopathische Behandlung bedeutet das: Ein rein mechanischer Blick auf den Bewegungsapparat reicht längst nicht mehr aus. „Leistungsfähigkeit entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Funktionssysteme – Muskeln, Faszien, innere Organe, Durchblutung, Atmung, Hormonsystem und vor allem das zentrale Nervensystem“, erklärt Auracher.

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