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06.02.2026

Zum Start der Olympischen Winterspiele - Wie Osteopathie Athletinnen und Athleten im Hochleistungssport unterstützt


Mit dem Start der Olympischen Winterspiele am 6. Februar richtet sich der Blick der Sportwelt erneut auf Höchstleistungen, Präzision und körperliche Belastbarkeit. Ohne moderne Sportmedizin wäre ein solches Leistungsniveau heute kaum denkbar – und auch die Osteopathie spielt im Spitzensport seit Jahren eine immer größere Rolle.

Einer der bekanntesten Vertreter dieses Bereichs ist Martin Auracher, Osteopath und langjähriges Mitglied des Verbandes der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. Als Gründer des OsteoZentrums Schliersee betreut er seit rund zwei Jahrzehnten Spitzenathletinnen und -athleten aus dem In- und Ausland.

Neue Herausforderungen im Leistungssport
Im Interview mit dem VOD betont Auracher, dass sich die Anforderungen im Spitzensport in den vergangenen Jahren deutlich verändert haben. Athletinnen und Athleten bleiben heute oft deutlich länger auf höchstem Leistungsniveau aktiv. „Wir sehen zunehmend Leistungssportler um die 40 Jahre“, so Auracher. Mit der Dauer der sportlichen Karriere nehme jedoch auch die Zahl durchgemachter Verletzungen zu – mit langfristigen Auswirkungen auf Gelenke, Faszien, Organe und das zentrale Nervensystem.

Für die osteopathische Behandlung bedeutet das: Ein rein mechanischer Blick auf den Bewegungsapparat reicht längst nicht mehr aus. „Leistungsfähigkeit entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Funktionssysteme – Muskeln, Faszien, innere Organe, Durchblutung, Atmung, Hormonsystem und vor allem das zentrale Nervensystem“, erklärt Auracher.

Der ganzheitliche Ansatz als Schlüssel
Gerade im Wintersport, etwa bei Ski-Rennläufern, Biathleten oder Rennrodlern, kommt es häufig zu Stürzen, Überlastungen und hohen Krafteinwirkungen auf den gesamten Körper. Neben akuten Verletzungen spielen daher auch chronische Funktionsstörungen und mentale Belastungen eine zunehmende Rolle. In der osteopathischen Arbeit rückt deshalb das fasziale System ebenso in den Fokus wie der sogenannte neurofunktionelle Ansatz.

Neuere wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass selbst Verletzungen außerhalb des Kopfes – etwa am Knie – Auswirkungen auf Durchblutung und Funktion des Gehirns haben können. Auracher berichtet aus seiner Erfahrung, dass die Einbeziehung des zentralen Nervensystems häufig zu einer schnelleren Verbesserung von Koordination, Muskelaufbau und mentaler Aufmerksamkeit führt.
Osteopathie und die „Brain-Body-Connection“

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die sogenannte Brain-Body-Connection – also das Zusammenspiel zwischen Gehirn und Bewegungsapparat. Viele Sportler leiden nicht nur unter Schmerzen, sondern auch unter Bewegungsungenauigkeiten, Seitendifferenzen oder Koordinationsproblemen, die ihre Wettkampfleistung beeinträchtigen. Durch neurofunktionelle Tests und gezielte osteopathische Techniken lassen sich solche Defizite identifizieren und behandeln.

Blick in die Zukunft
„Unsere Medizin wird immer spezialisierter. Gerade deshalb ist die ganzheitliche Betrachtung des Menschen eine zentrale Aufgabe der Osteopathie“, so Auracher. Das funktionierende Zusammenspiel aller Körpersysteme sei letztlich entscheidend für Gesundheit, Belastbarkeit und sportlichen Erfolg.

Der VOD wünscht allen Athletinnen und Athleten einen erfolgreichen, fairen und gesunden Verlauf der Olympischen Winterspiele – und unterstreicht einmal mehr die wichtige Rolle osteopathischer Kompetenz im modernen Spitzensport.











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