VOD-Nachrichten


21.03.2026

Starke Bilanz, klare Beschlüsse und motivierter Blick nach vorn


VOD-Jahreshauptversammlung 2026 in Wiesbaden

Mit viel Rückenwind und einer klaren Agenda für die Zukunft hat der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) am Samstag seine Jahreshauptversammlung in der Geschäftsstelle in Wiesbaden abgehalten. Von 11 bis 13 Uhr kam der Vorstand mit Mitgliedern zusammen, um Bilanz zu ziehen, wichtige Entscheidungen zu treffen und den Kurs für das kommende Jahr festzulegen.

Vorsitzende Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. D.O. begrüßte die Anwesenden und stellte den Jahresbericht vor, der eindrucksvoll die positive Entwicklung des Verbandes belegte. Steuerberater Gerhard Burgdorf schloss sich mit dem Bericht über das Geschäftsjahr 2025 an, der – vom Kassenprüfer freigegeben – genehmigt wurde. Im Anschluss daran wurde der Vorstand entlastet. Auch für den Finanzplan für 2026 sprachen sich die Stimmberechtigten aus.

Ein zentraler Punkt der Tagesordnung war die turnusmäßige Neuwahl

des Vorstandes. Nach 20 Jahren verabschiedete sich Richard Weynen D.O. aus dem Gremium; als Nachfolger wurde Sebastian Belz M.Sc. D.O. neu gewählt (siehe auch die nebenstehenden Interviews). Ulrike von Tümpling D.O. und Prof. Marina Fuhrmann M.Sc. D.O. sind für weitere drei Jahre in ihren Ämtern bestätigt worden. Beide bedankten sich herzlich bei Richard Weynen D.O. für sein langjähriges Engagement und seinen wichtigen Beitrag zur Verbandsarbeit. Mit einer berührenden Präsentation und der Verleihung des „Ehren-DO“ des VOD entließen sie den gebürtigen Niederländer aus dem Amt. „Du warst uns immer eine sehr große Stütze und hast als VOD-Vertreter vor allem in der europaweiten Arbeit viel bewirkt. Zu den Kongressen hast Du internationale Osteopathie-Größen nach Deutschland geholt“, lobte Ulrike von Tümpling den zu Tränen gerührten bisherigen Vorstandskollegen.

Im VOD-Beirat werden künftig weiterhin Prof. Dr. phil. Albrecht Kaiser M.Sc. D.O. (Foto), Daniela Bockius D.O. (Foto) undProf. Dr. med. Jürgen Grasmück (entschuldigt) vertreten sein.

Deutliches Wachstum und starke Präsenz

Der Rechenschaftsbericht machte deutlich: Der VOD entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Mit mehr als 7000 Mitgliedern ist der VOD nach wie vor der mit Abstand größte Berufsverband für Osteopathinnen und Osteopathen Deutschlands – ein starkes Signal für die Attraktivität und Relevanz.

Auch die öffentliche Wahrnehmung der Osteopathie und des VOD ist weiter gestiegen:
  • Die Website osteopathie.de verzeichnete 3,6 Millionen Aufrufe (+28 %).
  • Die Therapeutenliste wurde über 4,5 Millionen Mal besucht.
  • Medien erwähnten den VOD mehr als 1.000 Mal – erneut mit Abstand am präsentesten unter den Berufsverbänden.
  • Im Bereich Social Media zeigt sich ebenfalls ein klares Wachstum, insbesondere auf Instagram (+37,2 %) und YouTube (+11,6 %).
  • Ausgabe 17 des erfolgreichen VOD-Patientenmagazins ist erschienen und innerhalb kürzester Zeit mehr 10.000-mal bestellt worden 
Politische Fortschritte und starke Vernetzung
Ein besonderer Meilenstein: Die geplante berufsgesetzliche Regelung der Osteopathie wurde im Koalitionsvertrag des 21. Deutschen Bundestages verankert. Der VOD hat diesen Prozess gemeinsam mit dem Bundesverband Osteopathie in der Osteopathie-Allianz maßgeblich vorangetrieben – ein wichtiger Schritt für Qualitätssicherung und Patientenschutz.
Darüber hinaus war der Verband auf zahlreichen politischen und öffentlichen Veranstaltungen präsent, darunter Fachveranstaltungen und Gesundheitstage.
 

International und fachlich engagiert

Auch auf europäischer Ebene bringt sich der VOD aktiv ein: Vorstandsmitglied Ulrike von Tümpling D.O. arbeitet in zentralen Gremien von Osteopathy Europe mit und gestaltet unter anderem die Weiterentwicklung des europäischen Standards (CEN).

Fort- und Weiterbildungen, Fachveranstaltungen sowie 29 Online-Schulungen mit über 900 Teilnehmenden von Justitiarin Dr. Sylke Wagner-Burkard zeigen die hohe fachliche Dynamik im Verband. Ergänzt wird dies durch ein umfassendes (Rechts-)Beratungsangebot für Mitglieder.

Wissenschaft und Nachwuchs im Fokus

Mit der Unterstützung der Datenbank ostlib – inzwischen mit über 9.000 Studien und fast 500.000 Besuchern – stärkt der VOD die wissenschaftliche Basis der Osteopathie nachhaltig. Auch die Ausbildungsoffensive und die starke Unterstützung der jährlichen Verleihung des Nachwuchs-Wissenschaftspreises der Deutschen Osteopathie-Stiftung unterstreichen das Engagement für die nächste Generation.

Starker Verband mit klaren Zukunftsaussichten

Die Jahreshauptversammlung klang bei einem gemeinsamen Imbiss und netten Gesprächen aus. Es wurde deutlich: Der VOD ist nicht nur gewachsen, sondern auch inhaltlich, politisch und wissenschaftlich breit aufgestellt. Mit einem engagierten Vorstand, steigenden Mitgliederzahlen und klaren berufspolitischen Zielen blickt der Verband optimistisch in die Zukunft der Osteopathie in Deutschland.

Nach 20 Jahren ist Schluss: Richard Weynen D.O.


verabschiedet sich aus VOD-Vorstand



VOD: Richard, heute hast Du Dich nach 20 Jahren VOD-Vorstandsarbeit verabschiedet. Wie hat für Dich 2006 alles begonnen?

Richard Weynen D.O.: Nach meiner Osteopathie-Ausbildung bin ich Mitglied im VOD geworden und von der damaligen Sekretärin Brigitte Sigerist gefragt worden, ob ich mich nicht engagieren möchte. Das wollte ich und wurde gemeinsam mit anderen zunächst im Beirat aktiv. Später im Vorstand war ich anfangs mit Marina Fuhrmann und Dr. Edgar Hinkelthein tätig und anschließend bis heute mit Marina Fuhrmann und Ulrike von Tümpling

VOD: Welche Aufgaben hast Du übernommen?

Richard Weynen D.O.: Das war sehr vielfältig. Zum einen habe ich früher die internationalen Osteopathie-Kongresse u.a. in Schlangenbad organisiert, zum anderen mit dem EDV-Experten Andreas Golling die VOD-Website erstellt. Darüber hinaus war ich als Vertreter des VOD insbesondere in der europaweiten Arbeit der Osteopathie-Organisationen unterwegs und gemeinsam mit Marina Fuhrmann in der weltweit tätigen Dachorganisation OIA.

VOD: Worum ging es europaweit vor allem?

Richard Weynen D.O.: Damals gab es zwei Organisationen, die EFO und die FORE. Vorreiterthema waren immer die Anerkennung der Osteopathie in den einzelnen Ländern und die Entwicklung der so genannten CEN-Standards. Dafür habe ich mich im EFO-Vorstand engagiert und bei der Zusammenlegung der beiden Verbände in der EFFO mitgewirkt, die später in Osteopathy Europe umbenannt wurde. Auch in deren Vorständen war ich aktiv. Ich freue mich sehr, dass wir dort so viel in Sachen Anerkennung und die CEN-Standards erreicht haben! Die Osteopathie ist jetzt in zwölf europäischen Ländern reguliert.

VOD: Was hat Dich dazu bewogen, jetzt im Vorstand aufzuhören?

Richard Weynen D.O.: Nach all den Jahren empfand ich es als richtig, nun anderen den Vortritt zu lassen und möchte mich auf meine Familie und Praxis in Schongau konzentrieren.

VOD: Welches Resümee ziehst Du in Sachen Vorstandsarbeit?

Richard Weynen D.O.: Darauf blicke ich sehr positiv zurück und bin dankbar auch für die persönliche Entwicklung, die ich durch diese Arbeit machen konnte.

VOD: Was erhoffst Du Dir für die Osteopathie in Zukunft?

Richard Weynen D.O.: Ich wünsche erstmal meinem Nachfolger Sebastian Belz gutes Gelingen, werde ihm auf Wunsch gerne beiseite stehen und hoffe natürlich, dass es nun endlich in Deutschland ein Berufsgesetz für Osteopathie geben wird!

VOD: Wir bedanken uns vielmals für all Deine Arbeit und Dein Engagement und wünschen Dir für die Zukunft alles Gute, Richard!

Sebastian Belz M.Sc. D.O.: Auf Beirat folgt Vorstandsarbeit



VOD: Herzlichen Glückwunsch zum neuen Job im VOD-Vorstand! Was hat Dich dazu bewogen, die Nachfolge von Richard Weynen D.O. anzutreten?

Sebastian Belz M.Sc. D.O.: Vielen Dank! Für mich war das eine Entscheidung, die sich aus einem natürlichen Prozess ergeben hat. Durch meine vorherige Tätigkeit im Beirat des VOD ist dieser Schritt eine konsequente Weiterentwicklung. Die Möglichkeit, zukünftig Verantwortung zu übernehmen und die Ziele sowie Werte des Verbandes aktiv mitzugestalten, bedeutet mir viel.
Natürlich trete ich in große Fußstapfen, die Richard Weynen D.O. hinterlässt. Umso mehr freue ich mich, weiterhin mit ihm im Austausch zu bleiben und von seiner langjährigen Erfahrung profitieren zu können. Er hat in den letzten 20 Jahren sehr viel für den VOD geleistet, das weiß ich sehr zu schätzen.

VOD: Vielleicht stellst Du Dich einmal vor, damit man Dich ein wenig besser kennenlernt?

Sebastian Belz M.Sc. D.O.: Sehr gerne. Ich lebe mit meiner Familie in Wiesbaden und bin dort als Osteopath sowie als Teilhaber einer Praxisgemeinschaft tätig. Zusätzlich bin ich seit 2013 an der Hochschule Fresenius im Fachbereich Gesundheit und Soziales im Studiengang Osteopathie aktiv.
Aktuell absolviere ich ein Doktoratsstudium und bilde mich regelmäßig in Fort- und Weiterbildungen sowie Seminaren weiter, die mich fachlich wie auch beruflich kontinuierlich voranbringen.
Besonders die Arbeit im Team bereitet mir große Freude. Im Rahmen meiner bisherigen Tätigkeiten habe ich gelernt, wie wichtig Zusammenarbeit, klare Kommunikation und vorausschauendes Denken sind. Mich motiviert vor allem, Dinge aktiv mitzugestalten und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

VOD: Welchen Aufgaben möchtest Du Dich gerne widmen? Worauf legst Du Deinen Schwerpunkt?

Sebastian Belz M.Sc. D.O.: Ich möchte mich erstmal gut in die Aufgaben einarbeiten und Schritt für Schritt tiefer reinfinden. Mir ist wichtig, die aktuellen Themen und Abläufe wirklich gut zu verstehen – auch, um von der Zusammenarbeit im Team zu profitieren und mich sinnvoll einbringen zu können. Gleichzeitig möchte ich dort unterstützen, wo es möglich ist, und nach und nach eigene Impulse setzen.

VOD: Dann wünschen wir Dir einen guten Start…

Sebastian Belz M.Sc. D.O.: Vielen Dank! Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit und auf die kommenden Aufgaben.











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