Anlässlich des Internationalen ME/CFS-Tages am 12. Mai macht der Verband der Osteopathen Deutschland darauf aufmerksam, dass Menschen mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) häufig unterversorgt sind – und ganzheitliche Medizin, darunter auch die Osteopathie, eine wichtige unterstützende Rolle spielen können.
Der Aktionstag erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, die vermutlich selbst an ME/CFS litt, und dient weltweit dazu, auf die Situation der Betroffenen aufmerksam zu machen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Erkrankung zu stärken, die Forschung voranzubringen und die medizinische Versorgung zu verbessern. Mit Aktionen wie sogenannten „Liegend-Demonstrationen“ wird symbolisch auf die oft extreme Einschränkung im Alltag vieler Erkrankter hingewiesen.
Komplexes Krankheitsbild mit vielen offenen Fragen
ME/CFS ist eine schwerwiegende neuroimmunologische Erkrankung, die sich unter anderem durch anhaltende, nicht durch Ruhe besser werdende Erschöpfung, Schmerzen sowie kognitive Einschränkungen äußert. Obwohl die Erkrankung seit Jahrzehnten anerkannt ist, wird sie noch immer häufig verkannt oder falsch eingeordnet.
Die Ursachen sind bislang nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden unter anderem entzündliche Prozesse, Störungen des Immunsystems, Infektionen oder auch Veränderungen im Stoffwechsel. Durch die zunehmenden Fälle von Post- und Long-COVID rückt das Krankheitsbild zusätzlich in den Fokus, da sich hier häufig vergleichbare Symptome zeigen.