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12.05.2026

Internationaler ME/CFS-Tag am 12. Mai: Mehr als Erschöpfung: Osteopathie als unterstützender Ansatz


Anlässlich des Internationalen ME/CFS-Tages am 12. Mai macht der Verband der Osteopathen Deutschland darauf aufmerksam, dass Menschen mit Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) häufig unterversorgt sind – und ganzheitliche Medizin, darunter auch die Osteopathie, eine wichtige unterstützende Rolle spielen können.

Der Aktionstag erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, die vermutlich selbst an ME/CFS litt, und dient weltweit dazu, auf die Situation der Betroffenen aufmerksam zu machen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Erkrankung zu stärken, die Forschung voranzubringen und die medizinische Versorgung zu verbessern. Mit Aktionen wie sogenannten „Liegend-Demonstrationen“ wird symbolisch auf die oft extreme Einschränkung im Alltag vieler Erkrankter hingewiesen.

Komplexes Krankheitsbild mit vielen offenen Fragen
ME/CFS ist eine schwerwiegende neuroimmunologische Erkrankung, die sich unter anderem durch anhaltende, nicht durch Ruhe besser werdende Erschöpfung, Schmerzen sowie kognitive Einschränkungen äußert. Obwohl die Erkrankung seit Jahrzehnten anerkannt ist, wird sie noch immer häufig verkannt oder falsch eingeordnet.

Die Ursachen sind bislang nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden unter anderem entzündliche Prozesse, Störungen des Immunsystems, Infektionen oder auch Veränderungen im Stoffwechsel. Durch die zunehmenden Fälle von Post- und Long-COVID rückt das Krankheitsbild zusätzlich in den Fokus, da sich hier häufig vergleichbare Symptome zeigen.
Ganzheitliche Unterstützung im Fokus
Da es bisher keine ursächliche Therapie gibt, gewinnen integrative Behandlungsansätze zunehmend an Bedeutung. Die Osteopathie kann hier eine ergänzende Rolle spielen, indem sie funktionelle Einschränkungen im Körper aufspürt und gezielt behandelt.

Durch manuelle Techniken können Spannungsmuster im Gewebe reguliert, die Beweglichkeit verbessert sowie Durchblutung und Lymphfluss angeregt werden. Ziel ist es, die Selbstregulationskräfte des Körpers zu unterstützen und das Zusammenspiel verschiedener Systeme – etwa von Nervensystem, Gefäßen und Organen – positiv zu beeinflussen.

Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass insbesondere bei komplexen Beschwerdebildern individuelle Behandlungsansätze wichtig sind. Einschränkungen in der Versorgung oder Beweglichkeit einzelner Strukturen können weitreichende Auswirkungen haben. Hier setzt die osteopathische Behandlung an, um den Körper ganzheitlich zu unterstützen.

Individuelle Wege in der Behandlung
Ein zentrales Element der Osteopathie ist die ausführliche Anamnese und die Betrachtung des gesamten Organismus. Symptome werden nicht isoliert gesehen, sondern im Zusammenhang mit möglichen Ursachen analysiert. Diese Herangehensweise kann gerade bei schwer einzuordnenden Erkrankungen wie ME/CFS wertvolle Impulse geben.

Darüber hinaus spielen Faktoren wie Ernährung, Stoffwechsel und Lebensstil eine wichtige Rolle. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen ist dabei entscheidend, um Betroffene bestmöglich zu begleiten.

Mehr Sichtbarkeit für Betroffene
Der Internationale ME/CFS-Tag macht deutlich, wie groß der Handlungsbedarf weiterhin ist. Organisationen wie Fatigatio e.V. oder die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS leisten wichtige Aufklärungsarbeit und bieten Unterstützung für Betroffene und Angehörige.

Ein stärkeres Bewusstsein für die Erkrankung sowie mehr Forschung und integrative Therapieansätze sind entscheidend, um die Versorgung nachhaltig zu verbessern. Die Osteopathie versteht sich dabei als Teil eines ganzheitlichen Behandlungskonzepts, das den Menschen in seiner Gesamtheit in den Blick nimmt.












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