Im Vortrag wurde ein Beispiel eines funktionellen Kreuzbisses gezeigt: Osteopathie, tägliche Übungen und anschließend kieferorthopädische Stabilisierung führten gemeinsam zu einem nachhaltigen Therapieerfolg. Entscheidend ist dabei, dass Körperhaltung und Kiefergelenksposition („Körperzentrik“) übereinstimmen – besonders während der Wachstumsphasen.
Wie Osteopathie arbeitet – laienverständlich erklärt
Willeitner orientierte sich in ihrem Vortrag an den sieben Gesundheitsmechanismen nach Philippe Druelle. Dahinter steht ein einfaches Prinzip: Gesundheit entsteht, wenn alle Körpersysteme – Muskulatur, Faszien, Flüssigkeiten, Atmung, Hormonsystem und Nervensystem – frei zusammenarbeiten.
Für den Kiefer bedeutet das:
Osteopathische Behandlung hilft, diese Funktionsstörungen zu lösen – sanft, präzise und immer in Verbindung zum ganzen Körper. Ziel: Ein bestmögliches Zusammenspiel von Osteopathie und Kieferorthopädie
Der VOD setzt sich seit Jahren für interdisziplinäre Zusammenarbeit ein. Denn gerade im Bereich des Kiefergelenkes zeigt sich deutlich, dass Zähne, Körperhaltung und Gesamtbefinden untrennbar miteinander verbunden sind. „Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Osteopathinnen und Osteopathen eng mit Zahnärzten und Kieferorthopäden zusammenarbeiten“, so der VOD. Das gilt für Kinder im Wachstum ebenso wie für Erwachsene mit chronischen Beschwerden.
Der VOD unterstützt Vorträge und Seminare rund das Thema, wie etwa den Vortrag „Trouble-Maker Kiefergelenk: Der Einfluss des okklusalen Gleichgewichts von Kopf bis zur Sohle“ Anfang Februar im Kloster Frauenwörth, Fraueninsel. Nähere Informationen erhalten Sie über unsere Geschäftsstelle in Wiesbaden.
Gut zu wissen:Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt vorbeugend.
Hintergrund:Als deutscher Bundesverband für Osteopathinnen und Osteopathen mit mehr als 6.900 Mitgliedern setzt sich der VOD für Patientensicherheit und Verbraucherschutz ein. Der VOD e.V. fordert hierfür eine berufsgesetzliche Regelung und die Schaffung des eigenständigen Berufs des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral, fördert Forschungsprojekte und betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen. Über 2,8 Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf
osteopathie.de. Fast 100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.